Willkommen
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihrer Nähmaschine. Sie haben ein Qualitätsprodukt erworben, das mit größter Sorgfalt hergestellt wurde.
Diese Bedienungsanleitung vermittelt Ihnen alles Wissenswerte über die Anwendungsmöglichkeiten Ihrer Nähmaschine. Wir wünschen Ihnen viel Freude und große Näherfolge.

Wichtige Sicherheitshinweise
Wenn Sie ein elektrisches Gerät benutzen, sollten Sie immer die grundlegenden Sicherheitshinweise beachten. Lesen Sie alle Bedienungsanleitungen, bevor Sie die Nähmaschine benutzen.
Gefahr — wie das Risiko eines Stromschlages reduziert wird:
- Die Nähmaschine sollte nie unbeaufsichtigt eingeschaltet sein.
- Bitte ziehen Sie den Netzstecker immer sofort nach der Benutzung aus der Steckdose. Dies gilt auch vor dem Reinigen und anderen Wartungsvorgängen.
- Die Nähmaschine vor dem Austausch der Glühlampe immer von der Stromversorgung trennen. Die Glühlampe durch eine neue Glühlampe gleichen Typs mit einer Leistung von 15 W (220–240-V-Netz) ersetzen.
Achtung — wie das Risiko eines Brandes, eines Feuers oder einer Verletzung verringert wird:
- Gestatten Sie nicht, dass die Nähmaschine als Spielzeug verwendet wird. Eine Überwachung ist notwendig, wenn die Nähmaschine in der Nähe von Kindern verwendet wird.
- Verwenden Sie die Nähmaschine nur für jene Dinge, die in der Bedienungsanleitung beschrieben sind.
- Verwenden Sie die Nähmaschine nicht, wenn das Netzkabel oder der Netzstecker kaputt ist, wenn Wasser in das Innere eingedrungen ist oder wenn die Nähmaschine nicht richtig näht. Bringen Sie die Nähmaschine in diesen Fällen in eine autorisierte Werkstätte, um sie dort überprüfen zu lassen.
- Betreiben Sie die Nähmaschine niemals mit blockierten Belüftungsöffnungen. Halten Sie die Belüftungsöffnungen der Nähmaschine sowie des Fußpedals frei von Fusseln, Staub und Stoffabfällen.
- Wegen der Auf- und Abwärtsbewegung der Nadel beim Nähen besteht eine Verletzungsgefahr! Arbeiten Sie stets mit Vorsicht und behalten Sie das Arbeitsfeld im Auge.
- Verwenden Sie immer die entsprechende Stichplatte. Eine falsche Stichplatte kann zu Nadelbrüchen führen.
- Verwenden Sie keine verbogenen Nadeln.
- Ziehen Sie während des Nähens nie am Stoff! Dies kann die Nadel verbiegen und zum Nadelbrechen führen.
- Schalten Sie die Nähmaschine immer aus, wenn Sie Einstellungen in der Nadelgegend machen, wie z. B. Einfädeln, Nadeln wechseln, Wechseln des Nähfußes etc.
- Ziehen Sie immer den Netzstecker, bevor Sie den Deckel entfernen, die Nähmaschine ölen oder andere Wartungsarbeiten, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben, durchführen.
- Werfen Sie keine Gegenstände in die Öffnungen der Nähmaschine.
- Verwenden Sie die Nähmaschine nicht im Freien.
- Die Nähmaschine nicht benutzen, wo Treibgasprodukte (Sprays) oder Sauerstoff verwendet werden.
- Um die Nähmaschine abzuschalten, stellen Sie den Hauptschalter auf „O" und ziehen den Netzstecker aus der Steckdose.
- Ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose, ziehen Sie nicht am Netzkabel selbst.
- Der Schalldruckpegel unter normalen Betriebsbedingungen beträgt 75 dB(A).
- Bitte schalten Sie die Nähmaschine aus oder ziehen Sie den Netzstecker, wenn die Nähmaschine nicht ordnungsgemäß funktioniert.
- Platzieren Sie keine Gegenstände auf dem Fußpedal.
- Wenn das am Fußpedal befestigte Netzkabel beschädigt ist, muss es vom Hersteller, dessen Kundendienst oder anderem qualifizierten Personal ausgetauscht werden, um Gefahren zu vermeiden.
- Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen (einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden, es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist.
- Kinder sind zu beaufsichtigen, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
- Bewahren Sie die Bedienungsanleitung an einem geeigneten Ort in der Nähe des Gerätes auf. Händigen Sie die Bedienungsanleitung bei der Weitergabe des Gerätes an Dritte ebenfalls mit aus.
Verwahren Sie diese Bedienungsanleitung. Diese Nähmaschine ist nur für den Haushalt gedacht.

Die Teile Ihrer Nähmaschine
Machen Sie sich vor dem ersten Nähen mit den wichtigsten Bedienelementen Ihrer CARINA Easy vertraut:
- Fadenspannung
- Fadenhebel
- Fadenabschneider
- Nähfüße
- Stichplatte
- Flacher Anschiebetisch
- Stichwahlknopf
- Fadenführung
- Begrenzung für Spuleneinrichtung
- Stichlängenknopf
- Hebel zum Rückwärtsnähen
- Tragegriff
- Spuleinrichtung
- Garnrollenstift
- Handrad
- Hauptschalter
- Netzanschluss
- Oberfadenführung
- Zweistufen-Nähfußhebel

Zubehör
Standardausrüstung:
- Allzweck-Nähfuß
- Reißverschlussfuß
- Knopflochfuß
- Knopfannähfuß
- Blindsaumfuß
- Pinsel
- Pfeiltrenner
- Ölflasche
- Spulen (3×)
- Stick- und Stopfplatte
- Schraubendreher
- Kantenlineal
- Filzkissen (2×)
- Nadeln (3×)
Extra Zubehör (kann zusätzlich bestellt werden):
- Stickfuß
- Säumerfuß
- Kordelfuß
- Overlockfuß
- Stopffuß

Anschiebetisch und Stromanschluss
Der Anschiebetisch: Wenn auf dem Freiarm genäht werden soll, in den Eingriff (A) fassen und die Box in Pfeilrichtung abziehen. Das Innere des Kombi-Nähtisches ist für Zubehör vorgesehen.
Anschließen der Maschine ans Stromnetz: Stecker (A) in die Maschine und Stecker (B) in die Wandsteckdose stecken. Hauptschalter einschalten.
Fußanlasser: Mit dem Fußanlasser kann die Nähgeschwindigkeit reguliert werden.
Nählicht: Hauptschalter (C) einschalten.
Achtung: Als Fußanlasser dürfen nur die Modelle FC-2902A (220–240 V) oder 4C-326G (220–240 V) verwendet werden.

Nählicht wechseln und Zweistufen-Nähfußhebel
Nählicht (Glühbirne) auswechseln: Maschine vom Stromnetz trennen. Schraube (A) auf der linken Seite am Ständerkopf lösen und die Abdeckung (B) entfernen. Glühbirne (C) (max. 15 W) durch Drehen entfernen und ersetzen. Kopfdeckel wieder anschrauben.
Zweistufen-Nähfußhebel: Beim Nähen von extrem dicken Stoffen kann der Stoffdurchgang unter dem Nähfuß vergrößert werden, indem man den Nähfußhebel weiter anhebt (A).

Einsetzen der Nadel (System 130/705H)
Ersetzen Sie die Nadel regelmäßig, vor allem bei ersten Anzeichen von Nähschwierigkeiten. Setzen Sie die Nadel wie abgebildet ein.
- Nadelbefestigungsschraube lösen und nach dem Einsetzen der Nadel wieder festschrauben.
- Die flache Kolbenseite muss hinten sein. Die Nadel bis zum Anschlag am Ende des Schaftes einsetzen.
- Die Nadel so tief wie möglich einsetzen.
Achtung: Hauptschalter auf „O" stellen!
Die Nadel muss einwandfrei sein. Nähschwierigkeiten entstehen bei:
- krummer Nadel,
- stumpfer Nadel,
- beschädigter Nadelspitze.

Montieren des Nähfußhalters
Nähfuß (a) hochstellen. Nähfußhalter (b) wie abgebildet montieren.
Nähfuß einsetzen:
- Die Nähfuß-Stange (a) senken, bis die Rille (c) direkt oberhalb des Stifts (d) ist.
- Den Hebel (e) leicht nach vorne drücken.
- Die Nähfuß-Stange (a) senken; der Nähfuß (f) rastet ein.
Nähfuß abnehmen: Nähfuß hochstellen. Hebel (e) leicht nach vorne drücken, und der Fuß ist frei.
Einsetzen des Kantenlineals: Wie die Abbildung zeigt, das Kantenlineal (g) sorgfältig einschieben, z. B. für Säume, Falten usw.
Achtung: Bei allen Manipulationen Hauptschalter auf „O" stellen!

Aufspulen des Unterfadens
- Die Garnrolle auf den Garnrollenstift setzen und den Faden durch die Fadenführung ziehen.
- Den Faden von der Garnrolle durch die Oberfadenführung ziehen.
- Die leere Spule auf die Achse stecken.
- Den Faden von Hand einige Male im Uhrzeigersinn um die leere Spule wickeln. Die Spule nach rechts in die Spulposition drücken.
- Den Fußanlasser betätigen. Der Spulvorgang stellt automatisch ab, sobald die Spule voll ist. Die Spule zurückdrücken und entfernen.
Achtung: Wenn sich die Spulerachse in der Spulposition befindet, wird der Nähvorgang automatisch unterbrochen und das Handrad gesperrt. Zum Nähen die Spulerachse nach links drücken (Nähposition).

Spule einlegen
Beim Einsetzen und Herausnehmen der Spule muss die Nadel immer in Höchststellung sein.
- Den Anschiebetisch abnehmen und den Klappdeckel öffnen.
- Die Spulenkapsel mit einer Hand halten. Die Spule so einlegen, dass der Faden im Uhrzeigersinn abgespult wird (Pfeil).
- Den Faden in den Schlitz und unter die Feder ziehen.
- Die Spulenkapsel mit Zeigefinger und Daumen am Kläppchen halten.
- Die Kapsel in die Greiferbahn einsetzen.
Achtung: Hauptschalter auf „O" stellen!

Oberfaden einfädeln
Halten Sie sich beim Einfädeln unbedingt an die durchnummerierte Reihenfolge (1–6):
- Die Garnrolle auf den Garnrollenstift stecken und die Garnrollenkappe aufsetzen.
- Den Faden durch die beiden Führungsösen nach vorne zwischen die Spannungsscheiben führen.
- Nach unten und nach links unter die Führungsnase führen.
- Nach oben und von rechts nach links über den Fadengeber legen und nach vorne ziehen.
- Nach unten in die Fadenführung am Nadelhalter und von vorne nach hinten durch das Nadelöhr einfädeln.
- Den Faden am Fadenabschneider abschneiden.
Achtung: Hauptschalter auf „O" stellen! Die Nähfuß-Stange hochstellen und den Fadenhebel in die höchste Position bringen.

Fadenspannung
Unterfadenspannung: Um die Fadenspannung des Unterfadens zu kontrollieren, wird die volle Spule in die Spulenkapsel gesteckt. Dann lässt man die Spulenkapsel samt Greifer am Fadenende hängen. Die Fadenspannung ist dann richtig, wenn sich die volle Spulenkapsel bei leichtem Schwingen ca. 5 bis 10 cm nach unten abrollt und dann ruhig hängen bleibt. Rollt sich die volle Kapsel zu leicht ab, ist die Fadenspannung zu leicht; rollt sie sich nur schwer oder gar nicht ab, ist die Fadenspannung zu stark.
Oberfadenspannung: Die Grundeinstellung der Fadenspannung ist „AUTO". Für eine stärkere Oberfadenspannung die Skala auf die nächstgrößere Zahl drehen. Für eine leichtere Fadenspannung die nächstkleinere Zahl einstellen.
- A. Fadenspannung normal
- B. Oberfadenspannung zu schwach
- C. Oberfadenspannung zu stark
Achtung: Die besten Spannungsergebnisse werden erreicht, wenn Ober- und Unterfaden identisch sind. Die Spannungen müssen nur verändert werden, wenn unterschiedliche Fäden verwendet werden.

Unterfaden heraufholen und Nähen
Unterfaden heraufholen:
- Das Ende des Oberfadens mit der Hand halten. Das Handrad nach vorne drehen, bis die Nadel wieder oben steht (eine volle Umdrehung).
- Am Oberfaden leicht ziehen, damit der Unterfaden aus dem Stichloch gezogen wird. Beide Fäden unter dem Nähfuß nach hinten legen.
Rückwärtsnähen (Vernähen): Am Anfang und Ende der Naht den Hebel nach unten drücken. Einige Stiche rückwärts nähen. Wird der Hebel losgelassen, näht die Maschine wieder vorwärts.
Nähgut entfernen: Das Handrad drehen, um den Fadenhebel in die höchste Stellung zu bringen. Den Nähfuß anheben und das Nähgut unter dem Nähfuß nach hinten ziehen.
Faden abschneiden: Die Fäden mit beiden Händen halten und am Fadenabschneider (B) abschneiden.

Nadel-Faden-Tabelle
Grundsätzlich zu beachten: Je schwerer der Stoff und je dicker der Faden, desto stärker sollte die Nadel sein.
| Stoffart | Näharbeiten | Nadelsystem 130/705H – Nadelsorte und Stärke | Fadensorte |
|---|---|---|---|
| Feine Stoffe, z. B. Batist, Seide | Nähte, Steppnähte | Universalnadel 70 | Baumwollfaden |
| Mittlere Stoffe, z. B. Baumwolle, Tuch | Nähte, Steppnähte | Universalnadel 80 | Baumwollfaden, Synthetikfaden |
| Dicke Stoffe, z. B. Cord, Tweed | Nähte, Steppnähte | Universalnadel 90 | Baumwollfaden, Synthetikfaden |
| Harte, feste Stoffe wie Jeans | Nähte, Steppnähte | Jeansnadel 90–110, Stretchnadel 80–90 | Jeansfaden, Synthetikfaden |
| Elastische Stoffe, z. B. Jersey, Tricot | Nähte, Steppnähte | Stretchnadel 80–90 (Kugelspitze) | Synthetikfaden |
| Für alle Stoffarten | Stopfen, Flicken, Versäubern, Knopflöcher, feine Stickarbeiten | Universalnadel 70–90 | Stick- und Stopffaden, Baumwollfaden |
| Für feine bis mittlere Stoffarten | Biesen nähen, Ziernähte, Doppelnaht | Zwillingsnadel 70/80 | Baumwollfaden |
| Für dickere Stoffarten | Biesen nähen, Ziernähte, Doppelnaht | Zwillingsnadel 80/90 | Stickfaden, Baumwollfaden, Synthetikfaden |
| Lederimitation | alle Näharbeiten | Ledernadel 80–100 | Synthetikfaden |

Geradstich und Zick-Zack-Stich
Geradstich und Nadelposition: Für den Geradstich den Stichwahlknopf drehen, bis das gewünschte Symbol oder der Buchstabe im Sichtfenster erscheint. Die Nadelposition kann rechts oder in der Mitte gewählt werden.
Bedienelemente:
- Stichwahlknopf
- Stichlängenknopf
- Stichwahlfenster
- Fadenspannung
Zick-Zack-Stich: Drehen Sie den Stichwahlknopf so, dass im Sichtfenster der Zick-Zack-Stich erscheint. Mit diesem Knopf können Sie auch die Stichbreite wählen. Die Stichlänge für den Zick-Zack-Stich kann zwischen „0" und „4" eingestellt werden. Die normale Stichlänge beträgt „2.5" mm oder weniger.

Blindsaumstich / Lingeriestich
Stichlängenknopf: 1–2. Für Säume, Vorhänge, Hosen, Röcke usw. Es gibt einen Blindsaum für Stretch-Stoff und einen Blindsaum für festen Stoff.
- Die Maschine wie abgebildet einstellen.
- Den Stoff umlegen.
- Den umgelegten Stoff unter den Nähfuß legen. Das Handrad von Hand nach vorne drehen, bis sich die Nadel ganz links befindet. Sie sollte die Stofffalte nur wenig anstechen. Ansonsten muss die Stichbreite korrigiert werden.
- Das Führungslineal (4) an die Stofffalte bringen, indem Sie an der Schraube (5) drehen.
- Langsam nähen und den Stoff sorgfältig führen, damit sich seine Lage am Führungslineal nicht verändert.
Achtung: Es braucht etwas Übung, bis das Blindsaumnähen gelingt.

Knopf annähen
Stichlängenknopf: 0.
- Die Stopfplatte einsetzen.
- Den Knopfannähfuß anbringen. Den Knopf unter den Nähfuß und an die Knopfstelle des Stoffs legen. Den Nähfuß senken, die Stichwahl Geradstich wählen, den Stichbreitenknopf drehen, bis die Nadel exakt in das Loch des Knopfes einsticht, einige Sicherungsstiche nähen und dann das Handrad drehen.
- Dann die Stichwahl Zickzack wählen. Die Stichbreite nach dem Abstand zwischen den zwei Löchern des Knopfes anwählen, den Stichbreitenknopf drehen und das Handrad drehen, um zu prüfen, ob die Nadel rechts und links exakt in die Löcher des Knopfes einsticht.
- Den Knopf mit etwa 10 Stichen annähen. Dann die Stichwahl Geradstich wählen, den Stichbreitenknopf drehen, bis die Nadel exakt in das Loch des Knopfes einsticht, das Handrad drehen und einige Sicherungsstiche nähen.
Wenn ein Stiel erforderlich ist, eine Stopfnadel auf den Knopf legen und nähen. Für Knöpfe mit vier Löchern zunächst die hinteren zwei Löcher und dann die vorderen zwei Löcher nähen.

Knopfloch
Stichlängenknopf: 0.5–1.
Vorbereitung:
- Den Zick-Zack-Nähfuß durch den Knopflochnähfuß austauschen.
- Den Durchmesser des Knopfes messen und zur Länge 0.3 cm addieren, um das Knopfloch auf das Nähgut aufzuzeichnen.
- Den Stoff unter den Nähfuß legen, so dass die Markierung des Nähfußes mit der Kennzeichnung des Nähgutes übereinstimmt. Den Nähfuß absetzen, so dass die Markierung auf dem Stoff zur Mitte des Stichloches vom Nähfuß passt.
Weitere Abfolge: In Nähstich-Position (a) und (c) nicht zu viele Stiche machen. Mit dem Pfeiltrenner das Knopfloch jeweils vom Riegel zur Mitte hin aufschneiden.
Tipp:
- Eine leicht reduzierte obere Fadenspannung ergibt bessere Resultate.
- Für dünne oder empfindliche Materialien ein Seidenpapier oder evtl. eine Zeitung unterlegen.
- Für elastische Stoffe einen Einlauffaden mitführen, der mit einem Zick-Zack-Stich übernäht werden sollte (e).
Immer vorab ein Probeknopfloch nähen.

Reißverschluss einnähen
Stichlängenknopf: 1–4. Die Maschine wie abgebildet einstellen und die Stichwahl Geradstich wählen.
Der Reißverschlussfuß kann rechts oder links eingesetzt werden, je nachdem, auf welcher Seite des Nähfußes genäht wird.
Um dem Reißverschluss-Schieber auszuweichen, die Nadel im Stoff stecken lassen, den Nähfuß anheben und den Schieber hinter den Fuß rücken.
Es ist auch möglich, eine Kordel einzunähen. Den Stichlängenknopf zwischen „1" und „4" stellen (je nach Stoffdicke).

Nähen mit dem Säumerfuß
Der Säumerfuß ist ein Zubehörteil, das nicht mit der Maschine mitgeliefert wird.
Stichlängenknopf: 1–4. Die Maschine wie abgebildet einstellen und die Stichwahl Geradstich wählen.
Für Säume von feinen oder glatten Stoffen. Die Kante des Stoffs versäubern. Die Stoffkante zweimal 3 mm (1/8") falten. 4–5 Stiche nähen. Die Fäden nach hinten ziehen.
- Die Nadel in den Stoff einstechen. Den Säumerfuß anheben und die Falte in den Säumerfuß führen.
- Den Stoff zu sich ziehen und den Säumerfuß wieder senken. Das Nähen starten. Den Stoff mit der Hand halten und in den Säumerfuß führen.

Genähter Zickzack
Stichlängenknopf: 1–3. Die Stichwahl Dreifach-Zickzack wählen.
Zum elastischen Nähen und Aufsetzen von Spitzen, zum Ausbessern, Flicken von Rissen und Verstärken von Kanten.
- Flicken aufsetzen.
- Beim Flicken von Rissen ist es ratsam, ein Stückchen Stoff zu unterlegen (Verstärkung). Erst über die Mitte nähen, dann beidseitig knapp überdecken. Je nach Art des Gewebes und der Beschädigung 3–5 Reihen nähen.

Nähen mit dem Kordelfuß
Der Kordelfuß ist ein Sonderzubehör, das Sie zu Ihrer Maschine kaufen können.
Stichlängenknopf: 1–4. Die Maschine wie abgebildet einstellen und die Stichwahl Zickzack wählen.
Für Ziereffekte auf Kissen, Tischdecken usw. Verschiedene Stiche eignen sich zum Einnähen der Kordel, z. B. Zickzack-Stich, Dreifach-Zickzack-Stich oder Zierstiche.
Die Kordel unter die Feder des Kordelfußes führen. 1–3 Stiche nähen. Die Stichbreite je nach der Anzahl der Kordeln einstellen und den Stich wählen.

Stopfen
Der Stopffuß ist ein Sonderzubehör, das Sie zu Ihrer Maschine kaufen können.
Stichlängenknopf: 0. Die Maschine wie abgebildet einstellen und die Stichwahl Geradstich wählen.
- Die Stopfplatte einsetzen und den Nähfußhalter entfernen.
- Den Stopffuß einsetzen. Der Hebel (a) soll sich hinten über der Nadelhalterschraube (b) befinden. Den Stopffuß mit dem Zeigefinger kräftig von hinten andrücken und die Schraube (c) festziehen.
- Zuerst das Loch umnähen (Sicherung der Maschen). Die erste Reihe immer von links nach rechts arbeiten. Die Arbeit eine Vierteldrehung drehen und übernähen.
Für ein besseres Nähergebnis empfehlen wir einen Stopfring.
Achtung: Nach Beendigung dieser Näharbeit die Stopfplatte wieder entfernen.

Nutzstiche / Raupennähte
Stichlängenknopf: 0.5–2. Die Maschine wie abgebildet einstellen. Den Stichbreitenknopf und den Stichlängenknopf je nach verwendetem Stoff einstellen.
Muschelsaumstich: Für dekorative Kantenabschlüsse. Geeignet für Abschlüsse in dünneren, festen und elastischen Materialien. Der Zickzackausschlag sollte den Stoff ganz knapp außen anstechen, damit der Muscheleffekt entsteht.
Kräuselstich: Für Säume, Sets, Tischtücher. Sehr dekorative Fugennaht mit Hohlraumeffekt. Einreihen mit Garn oder Gummifaden.
Universalstich: Für flache Verbindungsnähte, zum Annähen von Gummiband und für Sichtsäume. Dieser Stich kann in verschiedenen festen Materialien und Maschenmaterialien eingesetzt werden.
Raupennähte: Der Stickfuß ist ein Zubehörteil, das nicht mit der Maschine mitgeliefert wird. Die Stichwahl Raupennaht wählen. Raupennähte und Dekorstiche mit dem Raupennahtfuß nähen. Dieser Nähfuß verfügt an der Fußunterseite über eine ganzflächige Aussparung, die es ermöglicht, problemlos über dicke Stichformationen wie dichte Zickzackstiche zu gleiten und den Stoff schön gleichmäßig zu transportieren. Die Raupennaht- und Dekorstiche können selbst umgestaltet werden, indem die Stichlängen und -breiten verstellt werden. Am besten auf Stoffresten verschiedene Sticharten und Einstellungen ausprobieren.

Applikation
Stichlängenknopf: 0.5–1. Die Maschine wie abgebildet einstellen und die Stichwahl Zickzack wählen. Eine kleine Stichbreite wählen. Die Stichlänge je nach Bedarf wählen.
- Das Applikationsmotiv ausschneiden und auf den Unterstoff heften.
- Die Musterkonturen übernähen.
- Die Nahtzugabe sauber abschneiden.
- Den Heftfaden entfernen.
- Den Ober- und Unterfaden unter der Applikation verknoten.
Tipp: Statt des Heftens kann auch Textilsprühkleber verwendet werden.

Monogramm und Sticken mit Stickrahmen
Stichlängenknopf: 0. Die Maschine wie abgebildet einstellen. Den Nähfuß und den Nähfußhalter entfernen. Die Nähfußstange senken. Die Stichwahl Zickzack wählen und die Stichbreite je nach Bedarf einstellen. Die Stopfplatte einsetzen.
Vorbereitung für Monogramm und Sticken:
- Die gewünschten Buchstaben oder Muster auf dem Stoff zeichnen.
- Stickvlies unter den Stoff legen.
- Den Stoff im Stickrahmen einspannen.
- Den Stoff unter die Nadel legen. Darauf achten, dass die Nähfußstange in niedrigster Stellung ist.
- Das Handrad nach vorne drehen, um den Unterfaden heraufzuholen. Einige Sicherungsstiche nähen.
- Den Stickrahmen mit Daumen und Zeigefinger beider Hände halten und den Stoff mit Mittelfinger und Ringfinger drücken.
Tipp: Stickvlies wird verwendet, um den Stoff zu stabilisieren.
Achtung: Nach Beendigung dieser Näharbeit den Transporteur wieder anheben (Hebel nach rechts).

Wartung der Maschine
Stichplatte entfernen: Das Handrad drehen, bis die Nadel in Höchststellung ist. Mit dem Schraubenzieher die beiden Schrauben lösen und die Stichplatte entfernen.
Reinigen des Transporteurs: Die Spulenkapsel entfernen. Mit dem Pinsel den ganzen Bereich reinigen.
Reinigen und Ölen des Greifers: Die Spulenkapsel entfernen. Die beiden Greiferhalterungen (a) wie abgebildet nach außen drehen. Den Greiferhaltering (b) und den Greifer (c) entfernen und mit einem weichen Tuch reinigen. Bei (d) mit Nähmaschinenöl (1–2 Tropfen) leicht ölen. Das Handrad drehen, bis der Greifertreiber (e) links steht. Den Greifer (c) einsetzen, den Greiferhaltering (b) einsetzen und die Greiferhalterung (a) wieder schließen.
Die Spulenkapsel und die Stichplatte wieder einsetzen.
Wichtig: Rückstände wie Staub und Fadenreste müssen von Zeit zu Zeit entfernt werden. Lassen Sie Ihre Nähmaschine regelmäßig fachkundig warten.

Beheben von Störungen
Tritt beim Nähen ein Problem auf, hilft Ihnen die folgende Übersicht bei der Ursachensuche und der Behebung.
| Störung | Ursache | Fehlerbehebung |
|---|---|---|
| Oberfaden reißt | 1. Die Maschine ist falsch eingefädelt. 2. Die Fadenspannung ist zu stark. 3. Der Faden ist zu dick für die Nadel. 4. Die Nadel ist nicht richtig montiert. 5. Der Faden hat sich um den Spulenhalter gewickelt. 6. Die Nadel ist beschädigt. | 1. Maschine (Fadenlauf) und Nadel neu einfädeln. 2. Die obere Fadenspannung reduzieren (kleinere Zahl, „AUTO"). 3. Eine größere Nadel verwenden. 4. Nadel neu montieren (flache Seite nach hinten). 5. Spule abnehmen und Faden abwickeln. 6. Nadel ersetzen. |
| Unterfaden reißt | 1. Die Spulenkapsel ist nicht richtig eingesetzt. 2. Die Spulenkapsel ist falsch eingefädelt. 3. Die Spannung des Unterfadens ist zu stark. | 1. Spulenkapsel neu einsetzen und am Faden ziehen. Wenn er leicht abrollt, ist es richtig. 2. Spule und Kapsel überprüfen. 3. Fadenspannung des Unterfadens laut Anweisung korrigieren. |
| Fehlstiche | 1. Die Nadel ist falsch montiert. 2. Die Nadel ist beschädigt. 3. Die falsche Nadel ist montiert. 4. Der falsche Fuß ist montiert. | 1. Nadel neu montieren (flache Seite nach hinten). 2. Nadel erneuern. 3. Nadelgröße dem Stoff und Faden anpassen. 4. Kontrollieren, ob der richtige Fuß montiert ist. |
| Nadelbruch | 1. Die Nadel ist beschädigt. 2. Die Nadel ist nicht richtig montiert. 3. Stoff zu dick / falsche Nadelgröße. 4. Der falsche Fuß ist montiert. | 1. Nadel ersetzen. 2. Nadel richtig montieren (flache Seite nach hinten). 3. Nadel dem Stoff und Faden anpassen. 4. Richtigen Fuß benutzen. |
| Beim Nähen entstehen Schlingen | 1. Die Maschine ist nicht richtig eingefädelt. 2. Die Spulenkapsel ist nicht richtig eingefädelt. 3. Das Nadel-/Stoff-/Faden-Verhältnis stimmt nicht. 4. Falsche Fadenspannung. | 1. Maschine korrekt einfädeln. 2. Kapsel wie aufgezeigt einfädeln. 3. Die Nadelgröße muss mit Faden und Stoff übereinstimmen. 4. Fadenspannung korrigieren. |
| Die Nähte ziehen sich zusammen oder kräuseln sich | 1. Die Nadel ist zu dick für den Stoff. 2. Die Fadenspannung ist zu stark. | 1. Feinere Nadel verwenden. 2. Fadenspannung überprüfen. |
| Unregelmäßige Stiche, unregelmäßiger Transport | 1. Der Faden ist zu schwach. 2. Die Spulenkapsel ist falsch eingefädelt. 3. Der Stoff wird beim Nähen gezogen. | 1. Bessere Fadenqualität verwenden. 2. Kapsel neu einfädeln und richtig einsetzen. 3. Stoff nicht ziehen. Er muss automatisch transportiert werden. |
| Die Maschine ist laut und ruppig | 1. Die Maschine muss geölt werden. 2. Fusseln und Ölreste kleben an Greifer oder an der Nadelstange. 3. Minderwertiges Öl, das die Maschine verklebt, wurde verwendet. 4. Die Nadel ist beschädigt. | 1. Maschine nach Anweisung ölen. 2. Greifer und Transporteur gemäß Anweisung reinigen. 3. Maschine nur mit Nähmaschinenöl ölen. 4. Nadel ersetzen. |
| Die Maschine ist blockiert | 1. Faden im Greifer eingeklemmt. 2. Die Spulerwelle zum Aufspulen steht rechts. | 1. Oberfaden und Spulenkapsel entfernen, von Hand das Handrad ruckartig vor- und rückwärts drehen und die Fadenreste entfernen. Nach Anweisung ölen. 2. Spulerwelle nach links drücken. |

Entsorgung und technische Daten
Entsorgungshinweise: Gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte dürfen gemäß europäischer Vorgaben nicht mehr zum unsortierten Siedlungsabfall gegeben werden. In Deutschland sind Sie gesetzlich verpflichtet, ein Altgerät einer vom unsortierten Siedlungsabfall getrennten Erfassung zuzuführen. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (Kommunen) haben hierzu Sammelstellen eingerichtet, an denen Altgeräte aus privaten Haushalten Ihres Gebietes für Sie kostenfrei entgegengenommen werden. Bitte informieren Sie sich über Ihren lokalen Abfallkalender oder bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung über die in Ihrem Gebiet zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Rückgabe oder Sammlung von Altgeräten.
Elektrische Kenndaten:
- CARINA Easy: 230 V, 50 Hz, 85 W, Schutzklasse II
- Lampe: 230 V, 50 Hz, max. 15 W, E14

Häufige Fragen (FAQ)
Empfohlenes Nähgarn: Für ein gleichmäßiges Stichbild empfehlen wir, ausschließlich hochwertiges Ackermann-Nähgarn zu verwenden — z. B. die Ackermann Nähgarnbox (36 Farben). Alle Ackermann-Garne →
Wie stelle ich die Fadenspannung richtig ein?
Eine gleichmäßige Spannung von Ober- und Unterfaden sorgt für eine glatte Naht mit einwandfreien Stichen. Die Grundeinstellung der Oberfadenspannung ist „AUTO". Erscheint der Oberfaden auf der Unterseite des Stoffes, ist die Oberfadenspannung zu schwach — drehen Sie die Skala auf die nächstgrößere Zahl. Wird der Unterfaden nach oben gezogen und ist auf der Oberseite sichtbar, ist sie zu stark — wählen Sie die nächstkleinere Zahl. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Ober- und Unterfaden identisch sind.
Wie wechsle ich die Nadel richtig?
Stellen Sie zuerst den Hauptschalter auf „O". Lösen Sie die Nadelbefestigungsschraube, nehmen Sie die alte Nadel heraus und setzen Sie die neue Nadel mit der flachen Kolbenseite nach hinten bis zum Anschlag ein. Ziehen Sie die Schraube anschließend wieder fest. Verwenden Sie nur gerade, unbeschädigte Nadeln des Systems 130/705H.
Der Oberfaden reißt ständig — was kann ich tun?
Häufige Ursachen sind falsches Einfädeln, eine zu feste Fadenspannung, ein für die Nadel zu dicker Faden oder eine falsch eingesetzte bzw. beschädigte Nadel. Fädeln Sie die Maschine neu ein, reduzieren Sie die Fadenspannung, wählen Sie eine passende Nadelstärke und setzen Sie die Nadel neu ein oder tauschen Sie sie aus.
Warum lässt meine Nähmaschine Stiche aus?
Meist ist die Nadel falsch montiert, beschädigt oder in der falschen Größe, oder es ist der falsche Nähfuß montiert. Setzen Sie die Nadel neu ein (flache Seite nach hinten), erneuern Sie sie bei Bedarf, passen Sie die Nadelgröße an Stoff und Faden an und kontrollieren Sie, ob der richtige Nähfuß montiert ist.
Wie nähe ich ein Knopfloch?
Tauschen Sie den Zick-Zack-Nähfuß gegen den Knopflochnähfuß. Messen Sie den Knopfdurchmesser und addieren Sie 0.3 cm für die Länge des Knopfloches. Zeichnen Sie das Knopfloch auf den Stoff und nähen Sie die vier Abschnitte der Reihe nach mit dem Stichlängenknopf auf 0.5–1. Schneiden Sie das Knopfloch anschließend mit dem Pfeiltrenner jeweils vom Riegel zur Mitte hin auf. Nähen Sie vorab immer ein Probeknopfloch.
Die Nähmaschine ist blockiert — wie löse ich das?
Der Faden hat sich vermutlich in der Greiferbahn verfangen. Nehmen Sie Oberfaden und Spulenkapsel heraus, drehen Sie das Handrad von Hand ruckartig vor und zurück und entfernen Sie alle Fadenreste. Prüfen Sie außerdem, ob die Spulerwelle in der Nähposition (nach links gedrückt) steht — steht sie rechts in der Spulposition, ist das Handrad gesperrt.
Ihr Problem lässt sich so nicht beheben?
Wenn es nach diesen Hinweisen bleibt, kann eine fachkundige Durchsicht helfen: Bei der Inspektion & Wartung reinigen, ölen und justieren wir Ihre CARINA Easy und prüfen die Funktionen. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.
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