Willkommen
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihrer Nähmaschine. Sie haben ein Qualitätsprodukt erworben, das mit größter Sorgfalt hergestellt wurde.
Diese Bedienungsanleitung vermittelt Ihnen alles Wissenswerte über die Anwendungsmöglichkeiten Ihres Nähcomputers. Wir wünschen Ihnen viel Freude und große Näherfolge.

Wichtige Sicherheitshinweise
Beim Gebrauch eines elektrischen Geräts sind folgende grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen unbedingt zu beachten. Lesen Sie vor Gebrauch dieses Nähcomputers die Bedienungsanleitung durch.
Gefahr — zum Schutz vor elektrischem Schlag:
- Nähcomputer nie unbeaufsichtigt stehen lassen, wenn er noch am Stromnetz angeschlossen ist.
- Nach Gebrauch und vor dem Reinigen den Nähcomputer immer vom Stromnetz trennen.
Warnung — zum Schutz vor Verbrennungen, Feuer, elektrischem Schlag oder Verletzungen von Personen:
- Verhindern Sie, dass der Nähcomputer als Spielzeug verwendet wird. Erhöhte Achtsamkeit ist geboten, wenn der Nähcomputer von Kindern oder in der Nähe von Kindern benutzt wird.
- Dieser Nähcomputer darf nur zu dem in der vorliegenden Bedienungsanleitung beschriebenen Zweck benutzt werden. Es darf nur Zubehör benutzt werden, wie es in dieser Bedienungsanleitung beschrieben und vom Hersteller empfohlen wird.
- Den Nähcomputer nie benutzen, wenn ein Kabel oder Anschluss beschädigt ist, wenn er nicht richtig bzw. störungsfrei funktioniert, nachdem er fallengelassen oder beschädigt worden oder mit Wasser in Kontakt gekommen ist. Geben Sie den Nähcomputer in diesen Fällen zur Überprüfung, Reparatur sowie zum Einstellen der elektrischen und/oder mechanischen Teile in eine Fachwerkstatt.
- Betreiben Sie die Maschine niemals mit blockierten Belüftungsöffnungen. Halten Sie die Belüftungsöffnungen der Maschine sowie das Fußpedal frei von Fusseln, Staub und Stoffabfällen.
- Finger von allen beweglichen Teilen fernhalten. Besondere Vorsicht ist im Bereich der Nähnadel geboten.
- Immer die richtige, zum Nähcomputer gehörende Stichplatte benutzen. Eine falsche Stichplatte kann zu Nadelbruch führen.
- Keine krummen Nadeln verwenden.
- Stoff beim Nähen weder ziehen noch schieben. Das kann die Nadel so weit biegen, dass sie bricht.
- Nähcomputer ausschalten (Hauptschalter auf „O" stellen), wenn im Nadelbereich Tätigkeiten ausgeführt werden, zum Beispiel Einfädeln, Nadel wechseln, Greiferspule einsetzen oder Nähfuß wechseln und dergleichen.
- Nähcomputer immer ausstecken (vom Stromnetz trennen), wenn Unterhaltsarbeiten wie in der Bedienungsanleitung beschrieben vorgenommen werden, zum Beispiel beim Entfernen von Abdeckungen, beim Ölen oder beim Wechseln der Glühbirne.
- Keine Gegenstände in Öffnungen am Nähcomputer stecken oder hineinfallen lassen.
- Nähcomputer nicht im Freien benutzen.
- Nähcomputer nicht benutzen, wo Treibgasprodukte (Sprays) oder Sauerstoff verwendet werden.
- Zum Ausschalten alle Schalter auf „O" stellen und den Netzstecker herausziehen.
- Kabel am Stecker herausziehen, nicht am Kabel ziehen. Beim Ausstecken immer am Stecker ziehen, nie am Kabel.
- Der Schalldruckpegel unter normalen Betriebsbedingungen beträgt 75 dB(A).
- Bitte schalten Sie die Nähmaschine aus oder ziehen Sie den Stecker, wenn die Nähmaschine nicht ordnungsgemäß funktioniert.
- Platzieren Sie keine Gegenstände auf dem Fußanlasser.
- Dieses Gerät ist nicht für die Verwendung durch Personen (einschließlich Kindern) mit reduzierten körperlichen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder fehlender Erfahrung und Kenntnis vorgesehen, es sei denn, sie werden beim Gebrauch des Geräts von einer für ihre Sicherheit verantwortlichen Person beaufsichtigt oder angeleitet.
- Kinder sind zu beaufsichtigen, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
- Ziehen Sie immer den Stecker aus der Steckdose, wenn Sie die Maschine unbeaufsichtigt lassen, um Verletzungen durch versehentliches Einschalten zu vermeiden.
- Benutzen Sie die Maschine nicht in feuchtem Zustand oder in feuchter Umgebung.
- Ihr Nähcomputer ist mit einer LED-Leuchte ausgestattet. Wenn die LED-Beleuchtung beschädigt ist, muss sie durch den Hersteller oder seinen Kundendienst ersetzt werden, um Gefährdungen zu vermeiden.
- Die Nähmaschine darf nur mit dem Fußpedal vom Typ C-9000 benutzt werden.
- Wenn die mit dem Fußpedal verbundene Anschlussleitung beschädigt ist, muss sie durch den Hersteller, seinen Kundendienst oder eine ähnlich qualifizierte Person ersetzt werden, um Gefährdungen zu vermeiden.
- Bewahren Sie die Gebrauchsanweisung an einem geeigneten Ort in der Nähe des Gerätes auf. Händigen Sie die Gebrauchsanleitung bei der Weitergabe des Gerätes an Dritte ebenfalls mit aus.
Diese Sicherheitshinweise sorgfältig aufbewahren. Dieser Nähcomputer ist nur für den Haushaltsgebrauch bestimmt.

Die Teile Ihres Nähcomputers
Machen Sie sich vor dem ersten Nähen mit den wichtigsten Bedienelementen Ihrer CARINA Inspiration vertraut. Die Vorderseite:
- Nadelstopp oben/unten
- Automatisches Vernähen
- Rücktransport
- Ein/Aus-Knopf
- Fadenabschneider
- Knopflochhebel
- Automatischer Nadeleinfädler
- Spulenabdeckung
- Anschiebetisch und Zubehörbox
- Fadenspanndrehknopf
- Greiferspulvorrichtung
- Geschwindigkeitsregler
- Stichbreitenregler
- Stichlängenregler
- Stichwahlknöpfe
- Ausziehbare Kurzanleitung
Die Rück- und Oberseite:
- Greiferspulenstopper
- Öffnung für zweiten Garnrollenstift
- Handrad
- Hauptschalter
- Netzkabelanschluss
- Anschluss für Fußanlasser
- Horizontaler Garnrollenhalter
- Unterfadenspulführung
- Oberfadenführung
- Griff
- Nähfußlifter
- Transporteur

Lieferumfang und Zubehör
Basiszubehör:
- Universalfuß (T)
- Reißverschlussfuß (I)
- Knopflochfuß (D)
- Kantenumnähfuß (E)
- Blindstichfuß (F)
- Raupennahtfuß (A)
- Knopfannähfuß (H)
- Greiferspulen (3x)
- Garnrollenhalter (groß)
- Garnrollenhalter (klein)
- Filzkissen
- Zweiter Garnrollenstift
- Schraubenzieher (groß und klein)
- Kantenlineal
- Reinigungspinsel, Pfeiltrenner
- Paket Nadeln (3x)
- L-Schraubenzieher
Optionales Zubehör (nicht im Lieferumfang enthalten):
- Säumer (K)
- Schnuraufnähfuß (M)
- Quiltfuß (P)
- Stopf-/Stickfuß
- Kräusler
- Obertransportfuß
- Zwillingsnadel
- Abdeckung
- Tischverlängerung

Nähcomputer ans Stromnetz anschließen
Achtung: Immer sicherstellen, dass die Maschine vom Stromnetz getrennt und der Hauptschalter auf „O" ist, wenn sie nicht in Gebrauch ist und bevor Sie Einzelteile einlegen oder entfernen.
Vor dem Anschluss des Nähcomputers ans Stromnetz bitte zuerst sicherstellen, dass Spannung (Volt) und Frequenz des Nähcomputers mit Spannung und Frequenz des Stromnetzes übereinstimmen.
Nähcomputer auf einen stabilen Tisch stellen.
- Stecker (2 Eingänge) des Netzanschlusskabels in die Netzanschlussbuchse am Nähcomputer stecken.
- Netzkabelstecker am Stromnetz anschließen.
- Hauptschalter auf „EIN" stellen.
- Das Nählicht beginnt zu leuchten, sobald der Nähcomputer eingeschaltet wird.
Zum Ausschalten den Hauptschalter auf „AUS" bzw. „O" stellen und den Netzstecker herausziehen.

Anfangen zu nähen
Ein/Aus-Knopf: Die Maschine fängt an zu laufen, wenn der Ein/Aus-Knopf gedrückt wird, und stoppt, wenn Sie ihn noch einmal drücken. Die Maschine läuft am Anfang des Nähens langsam an.
Geschwindigkeit: Mit dem Geschwindigkeitseinstellhebel lässt sich die Nähgeschwindigkeit regulieren. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, schieben Sie den Hebel nach rechts; um zu bremsen, nach links.
Fußanlasser: Fußanlasser bei ausgeschaltetem Nähcomputer anschließen. Den Stecker in die dafür vorgesehene Anschlussbuchse am Nähcomputer einstecken. Nähcomputer einschalten, dann langsam auf den Fußanlasser drücken, um mit dem Nähen zu beginnen. Fußanlasser loslassen, damit der Nähcomputer anhält.
Achtung: Falls Unsicherheiten betreffend den Anschluss des Nähcomputers ans Stromnetz bestehen, bitte einen qualifizierten Elektriker fragen. Nähcomputer bei Nichtgebrauch ausstecken. Die Nähmaschine darf nur mit dem Fußpedal vom Typ C-9000 benutzt werden.

Nähfuß auswechseln
Achtung: Hauptschalter ausschalten (auf „O" stellen) vor dem Ausführen der folgenden Arbeiten!
Nähfußhalter anbringen: Nähfußstange hochstellen (a). Nähfußhalter (b) wie abgebildet anbringen.
Nähfuß einsetzen: Nähfußhalter (b) senken, bis die Aussparung (c) direkt über dem Stift (d) liegt. Befestigungshebel (e) nach oben drücken. Nähfußhalter (b) senken, und der Nähfuß (f) rastet automatisch ein.
Nähfuß entfernen: Nähfuß hochstellen. Befestigungshebel (e) nach oben drücken, und der Nähfuß löst sich.
Kantenlineal anbringen: Kantenlineal (g) wie abgebildet durch die Öffnung schieben. Je nach gewünschter Breite des Saums, der Falten usw. einstellen.

Nähfußtabelle
Die folgende Übersicht zeigt, welcher Nähfuß für welche Anwendung geeignet ist:
| Nähfuß | Anwendung |
|---|---|
| Universalfuß (T) | Allgemeines Nähen, Patchwork, Dekorstiche, Smoken, Fagotten usw. |
| Reißverschlussfuß (I) | Reißverschluss einnähen |
| Knopflochfuß (D) | Knopfloch |
| Knopfannähfuß (H) | Knöpfe annähen |
| Blindstichfuß (F) | Blindsaum |
| Kantenumnähfuß (E) | Kanten umnähen |
| Raupennahtfuß (A) | Raupennaht |
| Schnuraufnähfuß (M) — optional | Schnuraufnähen |
| Säumer (K) — optional | Schmalsäumen |
| Stopf-/Stickfuß — optional | Stopfen, Freihandsticken, Monogramme |
| Quiltfuß (P) — optional | Quilten |
| Kräusler — optional | Kräuseln |
| Obertransportfuß — optional | Für regelmäßigen Stofftransport auf schwierigen Stoffen |
Hinweis: Die Zwillingsnadel ist optional und nicht im Lieferumfang enthalten. Wenn Sie mit der Zwillingsnadel nähen, sollte die Stichbreite weniger als „5.0" betragen.

Nadel wechseln & passende Nadel, Faden und Stoff wählen
Achtung: Hauptschalter ausschalten (auf „O" stellen) vor dem Ausführen der folgenden Arbeiten.
Nadel regelmäßig wechseln, vor allem wenn sie abgenutzt ist und Probleme verursacht. Nadel wie auf den Abbildungen gezeigt einsetzen:
- Schraube an der Nadelstange lösen und nach dem Einsetzen einer neuen Nadel wieder anziehen. Die flache Kolbenseite kommt nach hinten.
- Nadel so weit wie möglich nach oben schieben.
Nur einwandfreie Nadeln benutzen. Probleme können bei der Verwendung von krummen Nadeln, stumpfen Nadeln oder beschädigten Spitzen auftreten.
Tabelle zur Übereinstimmung von Nadel, Faden und Stoff:
| Nadelstärke | Stoff | Faden |
|---|---|---|
| 9–11 (70–80) | Feine Stoffe: dünne Baumwollstoffe, Voile, Serge, Seide, Musselin, Qiana, Baumwollstrick, Tricot, Jersey, Crêpe, Polyesterwebstoffe, Hemden- und Blusenstoffe. | Dünner Baumwollfaden, Nylon, Polyester- oder Baumwollfaden mit Polyesterkern. |
| 11–14 (80–90) | Mittelschwere Stoffe: Baumwolle, Satin, Nessel, Segeltuch, Doppelstrick, leichte Wollstoffe. | Die meistverkauften Fäden sind von mittlerer Stärke und für diese Stoffe und Nadelstärken geeignet. Polyesterfaden für synthetische und Mischmaterialien, Baumwollfaden für natürliche Gewebe. Als Ober- und Unterfaden generell den gleichen Faden nehmen. |
| 14 (90) | Mittelschwere Stoffe: Baumwollsegeltuch, Wollstoffe, dickere Strickstoffe, Frottee, Jeans. | |
| 16 (100) | Schwere Stoffe: Canvas, Wollstoffe, Zeltstoffe und Quilts, Jeans, Polstermaterial (leicht bis mittelschwer). | |
| 18 (110) | Dicke Wollstoffe, Mantelstoffe, Polsterstoffe, einige Leder- und Vinylarten. | Starken Faden, Teppichfaden. |
Hinweise: In der Regel dünne Fäden und Nadeln für dünne Gewebe und dicke Fäden und Nadeln für dicke Gewebe. Immer Faden und Nadel auf einem kleinen Stück des Gewebes probieren, das beim Nähen verwendet wird. Den gleichen Faden für Nadel und Garnrolle benutzen.

Greiferspule füllen
Das Wickeln der Spule:
- Faden und Fadenspulenhalter auf den Garnrollenstift setzen. Bei kleinen Fadenspulen den Spulenhalter mit der schmalen Seite gegen die Fadenspule setzen oder den kleinen Spulenhalter nehmen.
- Faden in die Fadenführung einklinken (neben dem Fadenführungsdeckel).
- Führen Sie den Faden im Gegenuhrzeigersinn um die Fadenspannungsführung.
- Faden wie illustriert in die Spule einfädeln und auf der Spindel platzieren.
- Spule nach rechts drücken.
- Halten Sie das Fadenende mit der Hand fest.
- Drücken Sie den Ein/Aus-Knopf oder die Fußsteuerung.
- Sobald die Spule nach einigen Umdrehungen gewickelt worden ist, halten Sie die Maschine an und schneiden den Faden in der Nähe des Lochs der Spule ab. Stellen Sie dann die Geschwindigkeit auf den maximalen Wert ein und wickeln Sie die Spule weiter, bis sie voll ist. Der Motor stoppt automatisch, sobald die Spule voll ist.
- Stoppen Sie die Maschine, schneiden Sie den Faden ab und entnehmen Sie die Spule.
Hinweis: Solange der Schalter des Garnrollenspulers auf der linken Position steht („Wickelposition"), näht die Maschine nicht und dreht auch das Handrad nicht. Um mit dem Nähen zu beginnen, muss der Schalter auf die rechte Position („Nähposition") gestellt werden.


Greiferspule einsetzen
Achtung: Nähcomputer vor dem Einsetzen oder Herausnehmen der Greiferspule ausschalten (Hauptschalter auf „O" stellen).
Zum Einsetzen oder Herausnehmen der Greiferspule muss die Nadel ganz oben sein.
- Spule so in die Spulenkapsel einsetzen, dass sich die Spule im Gegenuhrzeigersinn dreht (Pfeilrichtung).
- Faden durch den Schlitz (A) ziehen.
- Die Spule mit einer Hand leicht festhalten und mit der anderen Hand den Faden entlang der Pfeilmarkierungen von (A) nach (B) führen.
- Ziehen Sie den Faden dann entlang der Pfeilmarkierungen von (B) nach (C). Um das Reststück des Fadens abzutrennen, ziehen Sie den Faden bei (C) über die Klinge.
- Abdeckung wieder einsetzen.

Oberfaden einfädeln
Hinweis: Es ist wichtig, richtig einzufädeln, damit bei der Näharbeit nicht so viele Probleme auftreten.
Nadel zuerst ganz hochstellen und den Nähfuß heben, damit sich die Fadenspannung löst.
- Garnrollenstift anheben. Garnrolle so auf den Garnrollenstift setzen, dass der Faden vorn abspult, und die Fadenablaufscheibe unten am Garnrollenstift platzieren.
- Faden ab Garnrolle durch die obere Fadenführung ziehen.
- Faden um die Fadenführung legen und durch die Vorspannfeder ziehen, wie abgebildet.
- Faden weiter durch die Fadenspannung zwischen den silberfarbenen Scheiben durchführen.
- Dann nach unten und um den Kontrollfedernhalter.
- Oben angelangt, Faden von rechts nach links durchs Führungsöhr am Fadenhebel und wieder nach unten führen.
- Faden hinter der flachen horizontalen Fadenführung durchführen und anschließend durch die Fadenführung am Nadelhalter führen.
- Fadenende durch die Nadel von vorne nach hinten ziehen und ca. 10 cm Faden herausziehen. Zum Einfädeln der Nadel den Einfädler benutzen.


Einfädler
Achtung: Nähcomputer ausschalten (Hauptschalter auf „O" stellen).
Nadel ganz hochstellen. Nähfuß senken.
- Hebel des Einfädlers langsam senken und Faden durch die Fadenführung wie abgebildet durchführen, dann nach rechts ziehen.
- Der Einfädler dreht sich automatisch in Einfädelposition und das Häkchen fährt durchs Nadelöhr.
- Faden vor der Nadel holen.
- Faden locker halten und Hebel langsam loslassen. Das Häkchen dreht sich, zieht den Faden durchs Nadelöhr und formt dabei eine Schlinge. Faden ganz durchs Öhr ziehen.

Fadenspannung
Die richtige Fadenspannung ist wichtig. Jede Regulierung der Fadenspannung wird mit dem Spannungsrad vorgenommen.
- Grundeinstellung der Fadenspannung: „AUTO".
- Um die Spannung zu erhöhen, das Rad auf die nächsthöhere Zahl drehen.
- Um die Spannung zu reduzieren, das Rad auf die nächsttiefere Zahl drehen.
- Die Spannung muss je nach Stichart, Faden und Stoff angepasst werden.
- 90 % aller Näharbeiten können mit einer Spannung zwischen „3" und „5" ausgeführt werden („AUTO" ist die Grundeinstellung).
- Bei allen dekorativen Näharbeiten wird das Stichbild schöner und der Stoff fältelt weniger, wenn der Oberfaden leicht auf die linke Stoffseite gezogen wird.
Normale Fadenspannung zum Geradstichnähen: Ober- und Unterfaden verschlingen sich gleichmäßig in der Stoffmitte.
Zu lockere Fadenspannung zum Geradstichnähen: Rad auf eine höhere Zahl stellen.
Zu starke Fadenspannung zum Geradstichnähen: Rad auf eine tiefere Zahl stellen.
Normale Fadenspannung für Zickzack- und Dekorstiche.

Unterfaden heraufholen & Faden abschneiden
Unterfaden heraufholen:
- Oberfaden mit der linken Hand festhalten. Handrad gegen sich (im Gegenuhrzeigersinn) drehen; die Nadel senkt sich und hebt sich wieder.
- Sorgfältig am Oberfaden ziehen und den Unterfaden durchs Stichloch in der Stichplatte mit heraufziehen. Der Unterfaden kommt als Schlinge hervor.
- Beide Fadenenden nach hinten unter den Nähfuß ziehen.
Faden abschneiden: Nähfuß hochstellen. Stoff entfernen und die Fäden nach links zum Ständerkopf ziehen und am Fadenabschneider abschneiden. Die Fadenenden sind dann in der richtigen Länge für die nächste Naht abgeschnitten.

2-Stufen-Nähfußanhebung & Transporteur heben und senken
2-Stufen-Nähfußanhebung: Mit dem Nähfußlifter wird der Nähfuß gesenkt und hochgestellt. Beim Nähen von dicken Lagen kann der Nähfuß um eine Stufe höher gestellt werden und erleichtert damit das Positionieren des Nähguts.
Transporteur heben und senken: Bei abgenommenem Anschiebetisch ist der Transporteurverstellhebel am Sockel auf der Rückseite sichtbar.
Hebel nach unten (b) schieben, und der Transporteur senkt sich, zum Beispiel zum Knöpfe annähen. Hebel wieder nach oben (a) schieben, und der Transporteur ist wieder hochgestellt und bereit zum normalen Nähen.
Der Transporteur wird nicht hochgestellt, wenn das Handrad nicht gedreht wird, auch wenn der Hebel nach links geschoben wurde. Handrad einmal ganz umdrehen, um den Transporteur zu heben.

Funktionen der Maschine
Ein/Aus-Knopf (1): Die Maschine beginnt zu laufen, wenn der Ein/Aus-Knopf gedrückt ist, und stoppt, wenn der Knopf noch einmal gedrückt wird. Die Maschine läuft am Anfang des Nähens langsam an. Die Nähgeschwindigkeit kann mit dem Hebel des Geschwindigkeitsreglers eingestellt werden. So können Sie die Maschine bedienen, ohne das Fußpedal zu betätigen.
Rücktransportknopf (2): Wenn die Muster 01–16 oder 21–40 gewählt sind, näht die Maschine entgegengesetzt, wenn der Rücktransportknopf betätigt ist. Sie näht wieder vorwärts, sobald der Knopf gelöst worden ist.
Automatisches Vernähen (3): Wenn die Muster 01–05 gewählt sind, näht die Maschine sofort 3 Vernähstiche, falls der Auto-Lock-Knopf gedrückt wird, dann stoppt sie automatisch. Wenn die Muster 06–16 oder 21–40 gewählt sind und Sie den Auto-Lock-Knopf drücken, näht die Maschine 3 Vernähstiche am Ende des momentanen Musters und stoppt automatisch. Diese Funktion wird gelöscht, sobald Sie den Knopf erneut drücken oder einen anderen Stich auswählen.

Nadelstopp oben/unten (4): Mit dem Nadelstopp-oben/unten-Knopf können Sie bestimmen, ob die Nadel in der oberen Position oder im Stoff stoppt, wenn Sie das Nähen beenden. Bitte beachten: Während des Nähens ist dieser Knopf außer Funktion; der Nadel-hoch/runter-Positionsknopf stoppt nur die Maschine.
Geschwindigkeitsregler (5): Die Höchstgeschwindigkeit beim Nähen kann durch Verstellen des Schiebereglers begrenzt werden. Die beim ganzen Durchtreten des Fußanlassers erreichte Geschwindigkeit wird durch die Position des Reglers bestimmt. Langsam: nach links schieben. Schnell: nach rechts schieben. Beim Nähen mit dem Ein/Aus-Knopf wird mit der durch den Regler festgelegten Geschwindigkeit genäht.
Stichbreitenregler (6): Wenn Sie einen Stich auswählen, stellt die Maschine automatisch die empfohlene Stichbreite ein. Um die Stichbreite einzustellen, können Sie den Stichbreitenregler verschieben. Die LED-Anzeige neben dem Regler blinkt und piept einmal, um anzuzeigen, dass diese Einstellung die Standardeinstellung ist. Von der Standardeinstellung aus schieben Sie den Regler nach links oder rechts, um die gewünschte Anpassung vorzunehmen; bei jeder Anpassungsstufe blinkt die LED-Anzeige drei Mal und piept ein Mal. Für einen schmaleren Stich schieben Sie den Regler nach links, für einen breiteren nach rechts. Die Stichbreite kann zwischen „0.0 – 7.0" eingestellt werden. Einige Stiche haben beschränkte Stichbreiten.

Stichlängenregler (7): Wenn Sie einen Stich auswählen, stellt die Maschine automatisch die empfohlene Stichlänge ein. Um die Stichlänge einzustellen, können Sie den Stichlängenregler verschieben. Die LED-Anzeige neben dem Regler blinkt und piept einmal, um anzuzeigen, dass diese Einstellung die Standardeinstellung ist. Von der Standardeinstellung aus schieben Sie den Regler nach links oder rechts; bei jeder Anpassungsstufe blinkt die LED-Anzeige drei Mal und piept ein Mal. Für einen kürzeren Stich schieben Sie den Regler nach links, für einen längeren nach rechts. Die Stichlänge kann zwischen „0.0 – 4.5" eingestellt werden. Einige Stiche haben beschränkte Stichlängen.
Stichauswahlknöpfe (8): Stellen Sie das Gerät ein, und die LED-Anzeige oberhalb des Geradstiches leuchtet. Um andere Stiche auszuwählen, drücken Sie den Auswahlknopf auf der rechten Seite der Reihe, in welcher sich der gewünschte Stich befindet. Stoppen Sie, sobald die LED-Anzeige oberhalb des gewünschten Stiches leuchtet.

Stichübersicht
Die folgende Übersicht zeigt für jeden der 40 Stiche die automatische und die manuell einstellbare Stichbreite und Stichlänge (in mm), den empfohlenen Nähfuß sowie ob Rückwärtsnähen und Verstärken (Vernähen) möglich sind (✓).
| Nr. | Stichbreite autom. | Stichbreite manuell | Stichlänge autom. | Stichlänge manuell | Nähfuß | Rückwärts | Verstärkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nutzstiche | |||||||
| 01 | 3.5 | 0.0~7.0 | 2.5 | 0.0~4.5 | T | ✓ | ✓ |
| 02 | 0.0 | 0.0~7.0 | 2.5 | 0.0~4.5 | T | ✓ | ✓ |
| 03 | 3.5 | 0.0~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 04 | 3.5 | 1.0~6.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 05 | 3.5 | 0.0~7.0 | 2.5 | 1.5~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 06 | 5.0 | 0.0~7.0 | 2.0 | 0.3~4.5 | T | ✓ | ✓ |
| 07 | 5.0 | 2.0~7.0 | 1.0 | 0.3~4.5 | T | ✓ | ✓ |
| 08 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 09 | 5.0 | 3.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | E | ✓ | ✓ |
| 10 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 11 | 3.5 | 2.5~7.0 | 2.0 | 0.5~4.5 | F | ✓ | ✓ |
| 12 | 3.5 | 2.5~7.0 | 1.0 | 0.5~4.5 | F | ✓ | ✓ |
| 13 | 3.5 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.5~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 14 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 15 | 7.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 16 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| Knopflochstiche | |||||||
| 17 | 5.0 | 2.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | D | — | — |
| 18 | 5.0 | 2.5~5.5 | 0.5 | 0.3~1.0 | D | — | — |
| 19 | 7.0 | 5.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | D | — | — |
| Stopfen | |||||||
| 20 | 7.0 | 3.5~7.0 | 2.0 | 1.0~2.0 | D | — | — |
| Satinstiche | |||||||
| 21 | 7.0 | 2.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | A | ✓ | ✓ |
| 22 | 7.0 | 2.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | A | ✓ | ✓ |
| 23 | 7.0 | 2.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | A | ✓ | ✓ |
| 24 | 7.0 | 2.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | A | ✓ | ✓ |
| 25 | 7.0 | 2.5~7.0 | 0.5 | 0.3~1.0 | A | ✓ | ✓ |
| Querstiche | |||||||
| 26 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 27 | 4.0 | 3.0~7.0 | 1.0 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 28 | 6.0 | 5.0~7.0 | 1.0 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| Dekorstiche | |||||||
| 29 | 5.0 | 3.0~7.0 | 3.0 | 1.5~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 30 | 7.0 | 3.0~7.0 | 2.0 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 31 | 7.0 | 2.5~7.0 | 2.0 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 32 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.5~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 33 | 7.0 | 2.5~7.0 | 1.5 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 34 | 7.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.0~4.5 | T | ✓ | ✓ |
| 35 | 5.0 | 3.5~7.0 | 1.0 | 1.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 36 | 7.0 | 2.5~7.0 | 3.0 | 2.0~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 37 | 6.0 | 2.5~7.0 | 2.0 | 1.5~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 38 | 7.0 | 2.5~7.0 | 2.5 | 1.5~3.0 | A | ✓ | ✓ |
| 39 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.0 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
| 40 | 5.0 | 2.5~7.0 | 2.0 | 1.0~3.0 | T | ✓ | ✓ |
Der grün markierte Teil der abgebildeten Sticharten bezeichnet einen Rapport (eine Wiederholungseinheit) der jeweiligen Stichart.

Nützliche Anwendungen
Ecken nähen:
- Bei Erreichen einer Ecke anhalten.
- Nadel in das Gewebe senken, entweder manuell oder durch einmaliges Drücken des Nadel-aufwärts/abwärts-Knopfes.
- Nähfuß hochstellen.
- Mit der Nadel als Angelpunkt den Stoff drehen.
- Nähfuß senken und weiternähen.
Rückwärts nähen: Rückwärtsnähen wird zum Vernähen zu Nähbeginn und -ende benutzt. Rücktransportknopf drücken und 4 bis 5 Stiche nähen. Wird der Knopf wieder losgelassen, näht der Nähcomputer wieder vorwärts.
Freiarm: Freiarmnähen ist praktisch beim Nähen von Röhrenware wie Hosensäumen und Ärmeln.

Tischverlängerung installieren: Die Tischverlängerung ist optionales Zubehör und nicht im Lieferumfang enthalten.
- Ziehen Sie den Anschiebetisch (Zubehörbox) nach links, um ihn von der Maschine zu entfernen.
- Ziehen Sie die Füße der Tischverlängerung entsprechend den Pfeilen im Bild aus.
- Lassen Sie die Tischverlängerung (A) in die Maschine (B) einrasten.
Die Tischverlängerung kann beim Drehen des Stoffes während des Nähens hilfreich sein.
Auf dicken Stoffen nähen: Der schwarze Knopf auf der rechten Seite am Nähfuß blockiert den Nähfuß horizontal, wenn er vor dem Senken des Nähfußes hineingedrückt wird. Damit wird ein gleichmäßiger Transport vom Beginn einer Naht weg und auch beim Nähen über mehrere Stofflagen (Nähte, Jeanssäume usw.) sichergestellt. Bei Erreichen einer dicken Stelle die Nadel senken und den Nähfuß heben. Die Fußzehe herunterdrücken und den schwarzen Knopf hineindrücken, dann den Fuß senken und weiternähen. Der schwarze Knopf löst sich nach ein paar Stichen wieder automatisch. Es kann auch ein weiteres dickes Stoffstück hinter die Naht gelegt werden. Oder den Nähfuß stützen und von Hand Richtung Bruchfalte transportieren.

Geradstiche, Nadelposition & Zickzackstiche
Nadelposition ändern: Diese Einstellungen können nur auf die Muster 01–05 angewendet werden. Die Sticharten sind auf Nadelposition „3.5" voreingestellt. Wenn Sie den Stichbreitenregler nach links schieben, bewegt sich die Nadel nach links; schieben Sie ihn nach rechts, bewegt sich die Nadel nach rechts (Positionen 0.0 / 2.0 / 3.5 / 5.0 / 7.0).
Stichlänge ändern: Um einen kürzeren Stich zu nähen, schieben Sie den Stichlängenregler nach links; für einen längeren nach rechts. Allgemein gilt: Je dicker Gewebe, Faden und Nadel sind, desto länger muss der Stich sein (0.5 / 1.0 / 2.0 / 3.0 / 4.5).
Zickzackstiche — Stichbreite einstellen: Die maximale Stichbreite für Zickzackstiche beträgt „7.0". Die Stichbreite kann jedoch für alle Sticharten schmäler eingestellt werden. Sie nimmt zu, wenn Sie den Stichbreitenregler von „0.0" Richtung „7.0" schieben.
Zickzackstiche — Stichlänge einstellen: Die Stichdichte von Zickzackstichen nimmt zu, je näher die Stichlänge an „0.3" eingestellt wird. Schöne Zickzackstichbildungen erreicht man mit einer Stichlänge im Bereich von „1.0 – 2.5". Ganz dichter Zickzack (eng nebeneinander) wird Raupennaht genannt.

Stretchstich
Für elastische und strapazierfähige Nähte, die sich mit dem Stoff dehnen, ohne zu reißen. Ideal für elastische Stoffe und Maschenware. Auch gut für strapazierfähige Nähte auf festen Stoffen wie Jeans geeignet.
Diese Stiche können auch sehr gut als dekorativer Kantenabschluss verwendet werden.
Der Stretchgeradstich wird auch zur dreifachen Verstärkung von elastischen und strapazierten Nähten verwendet.
Der Dreifachzickzackstretch ist für feste Stoffe wie Jeans, Poplin, Segeltuch usw. geeignet.

Kantenumnähstiche
Kantenumnähfuß (Sticharten 06 und 09; Stichbreite 5.0~7.0, Stichlänge 2.0~3.0):
Kantenumnähfuß einsetzen. Stoffkante beim Nähen an die Führung am Fuß anstoßen lassen.
Achtung: Den Kantenumnähfuß nur für die Sticharten 06 und 09 benutzen und dabei die Stichbreite breiter als „5.0" einstellen. Bei Verwendung von anderen Sticharten und Stichbreiten als den empfohlenen kann es sein, dass die Nadel auf den Nähfuß aufschlägt und bricht.
Universalnähfuß (Sticharten 07 und 10; Stichbreite 2.5~4.5, Stichlänge 2.0~3.0):
Universalnähfuß einsetzen. Beim Kantennähen den Nähfuß so auf der Stoffkante platzieren, dass die rechten Nadeleinstiche knapp über die Kante hinaus ins Leere gehen.

Blindsaum und Lingeriestiche
Stichart 11: Blindsaum und Lingeriestiche auf festen Stoffen. Stichart 12: Blindsaum auf Stretch-Stoffen. (Stichbreite 2.5~4.0, Stichlänge 1.0~2.0)
Hinweis: Für Blindsäume benötigt man etwas Übung. Immer zuerst eine Nähprobe nähen.
Stoff wie abgebildet falten, so dass die Stoffvorderseite oben liegt (etwa 5 mm; die Stoffrückseite mit Kantenumnähstichen versäubern).
Stoff unter den Nähfuß legen. Handrad von Hand vorwärts drehen, bis die Nadel ganz nach links schwingt. Die Nadel sollte den Stoffbruch nur knapp fassen. Wird der Stoffbruch nicht gefasst, Stichbreite entsprechend korrigieren.
Führung (b) durch Drehen am Knopf (a) so einstellen, dass der Stoffbruch anstößt.
Langsam nähen und den Stoff sorgfältig der Führung entlang laufen lassen. Anschließend den Stoff umdrehen.

Knöpfe annähen
(Stichart 06; Stichbreite 2.5~4.5)
Knopfannähfuß einsetzen. Hebel zum Senken bzw. Heben des Transporteurs nach unten (b) stellen, um den Transporteur zu senken. (Hinweis: Die Stichlänge kann nicht verstellt werden, solange der Transporteur versenkt ist.)
Nähgut unter den Nähfuß legen. Knopf auf die gewünschte Stelle legen und den Nähfuß senken. Zickzackstich wählen. Stichbreite auf „2.5" bis „4.5" einstellen, entsprechend dem Abstand zwischen den beiden Löchern im Knopf. Handrad von Hand drehen zur Überprüfung, ob die Nadel tatsächlich schön ins linke und rechte Loch im Knopf geht.
Vor dem Nähen den Auto-Lock-Knopf (automatisches Vernähen) drücken, damit automatisch Vernähstiche zu Nähbeginn und Nähende ausgeführt werden. Damit der Knopf einen „Stiel" oder „Hals" erhält, eine Stopfnadel auf den Knopf legen und nähen.
Bei Knöpfen mit 4 Löchern zuerst die vorderen zwei nähen, dann auf die anderen zwei verschieben und den Vorgang wiederholen.

Knopflöcher nähen
Stichart 17: Für leichte bis mittelschwere Stoffe (Stichbreite 2.5~7.0, Stichlänge 0.3~1.0). Stichart 18: Für leichte bis mittelschwere Stoffe (2.5~5.5, 0.3~1.0). Stichart 19: Für Anzüge, Mäntel und Jacken (5.5~7.0, 0.3~1.0).
Hinweis: Vor dem Ausnähen des Knopflochs auf dem Nähgut zuerst eine Probe auf einem Stoffrest des gleichen Stoffs nähen.
Standorte der Knopflöcher auf dem Stoff markieren. Die maximale Knopflochlänge beträgt 3 cm (insgesamt: Durchmesser + Dicke des Knopfes).
Bringen Sie die Knopflochbasis an, dann ziehen Sie die Knopfhalterplatte aus und bringen den Knopf ein. Die Größe des Knopfloches wird durch den in die Knopfplatte eingesteckten Knopf bestimmt. Der Faden sollte durch das Loch im Fuß hindurchgezogen und dann unter dem Fuß untergebracht werden.
Knopflochstich auswählen. Stichbreite und Stichlänge einstellen (je nach gewünschter Breite und Dichte).

Stoff so unter den Nähfuß legen, dass die Mitte-Markierung auf dem Nähfuß mit der eingezeichneten Knopflochlinie übereinstimmt. Nähfuß senken.
Oberfadenende leicht festhalten und zu nähen beginnen.
Hinweis: Stoff sachte mit den Händen führen. Vor Nähende werden nach Fertigstellung des Knopflochs automatisch einige Vernähstiche genäht. Knopflöcher werden von der Vorderseite zur Hinterseite des Knopflochfußes genäht, wie gezeigt.

Nähfuß hochstellen und Faden abschneiden. Um über das gleiche Knopfloch zu nähen, den Nähfuß hochstellen (er kehrt in die ursprüngliche Position zurück). Nach Beendigung den Knopflochhebel heben, bis er anhält.
Knopfloch zwischen den Raupen auftrennen, ohne dabei die Stiche der beiden Raupennähte zu fassen und zu durchtrennen. Nadeln an den beiden Riegeln als Stopper setzen.
Knopflöcher auf elastischen Stoffen: Bei Knopflöchern auf elastischen Stoffen mit Garneinlage arbeiten. Knopflochfuß einsetzen und die Garneinlage hinten am Nähfuß einhaken und unter dem Nähfuß durchführen. Die beiden Fadenenden auf die Fußvorderseite bringen, in die Rillen einlegen und vorübergehend verknöpfen. Nähfuß senken und zu nähen beginnen. Stichbreite der Dicke des Beigarns anpassen.
Nach Fertigstellung an den Enden des Beigarns sorgfältig ziehen, damit sie schön straff in den Raupen liegen, und die Fadenenden anschließend abschneiden.
Hinweis: Es wird empfohlen, die Stoffrückseite mit Vlies zu verstärken.

Stopfen
(Stichart 20; Stichbreite 3.5~7.0, Stichlänge 1.0~2.0)
Muster 20 wählen, um den Stopfstich zu erhalten. Den Nähfuß durch den Knopflochfuß ersetzen. Ober- und Unterfaden zusammen anheften. Nadelposition wählen. Den Nähfuß auf den Mittelpunkt des Abrisses senken.
Den Knopfhalter nach hinten ziehen. Die Knopfführplatte am Knopflochfuß auf eine gewünschte Länge einstellen.
Die Größe eines Stopfkreises ist veränderlich. Die maximale Stichlänge beträgt jedoch 2,6 cm und die maximale Stichbreite 7 mm. (a) Länge der Nählinien. (b) Breite der Stopffläche.
Gewebe so platzieren, dass die Nadel etwa 2 mm von der Stopffläche entfernt ist, und dann den Nähfußhebel senken.
Hinweis: Die Vorderseite des Nähfußes beim Senken nicht ziehen, sonst wird nicht in der richtigen Größe genäht.

Den Oberfaden durch das Loch im Nähfuß weitergeben. Den Knopflochhebel unterziehen und dann zurückschieben; der Knopflochhebel liegt am Knopflochfuß hinter der Halterung. Das Oberfadenende in der linken Hand vorsichtig halten, dann mit dem Nähen beginnen.
Stopfenstiche werden von der Vorderseite des Nähfußes nach hinten genäht, wie gezeigt.
Ist die zu stopfende Fläche zu groß, kann die eingestellte Stopffläche mehrmals ausgenäht (oder quer übernäht) werden, um ein besseres Nähergebnis zu erzielen.

Reißverschluss einnähen
(Stichart 01; Stichbreite 3.5, Stichlänge 1.5~3.0)
Achtung: Reißverschlussfuß nur zum Nähen mit der Nadel in der Mitte und mit Geradstich verwenden! Bei Verwendung anderer Sticharten und anderer Nadelpositionen als den empfohlenen kann es sein, dass die Nadel auf den Nähfuß aufschlägt und bricht.
Beidseitig verdeckt eingesetzter Reißverschluss:
- Reißverschlussschlitz auf dem Kleidungsstück heften (etwa 5 mm).
- Nahtzugabe auseinanderbügeln. Reißverschluss mit der Vorderseite so nach unten auf die Nahtzugabe legen, dass die Zähnchen an die Nahtlinie stoßen. Reißverschlussband heften.
- Reißverschlussfuß einsetzen. Beim Nähen der linken Reißverschlussseite die rechte Seite des Nähfußstegs am Halter befestigen. Beim Nähen der rechten Reißverschlussseite die linke Seite des Nähfußstegs am Halter befestigen.
- Linke Reißverschlusshälfte von oben nach unten einnähen.
- Unten quer hinüber, dann die rechte Seite nähen. Heftfaden herausziehen und bügeln.

Einseitig verdeckt eingesetzter Reißverschluss:
- Reißverschlussschlitz auf dem Kleidungsstück heften (etwa 5 mm).
- Auf die linke Nahtzugabe umbiegen. Rechte Nahtzugabe um 3 mm umbiegen.
- Reißverschlussfuß einsetzen. Beim Nähen der linken Reißverschlussseite die rechte Seite des Nähfußstegs am Halter befestigen; beim Nähen der rechten Seite die linke Seite des Nähfußstegs am Halter befestigen.
- Linke Reißverschlusshälfte von unten nach oben einnähen.
- Nähgut auf die rechte Stoffseite wenden, unten quer hinüber, dann die rechte Reißverschlussseite nähen. Etwa 5 cm vor dem oberen Ende des Reißverschlusses anhalten. Heftfaden herausziehen und Reißverschluss öffnen. Naht fertig schließen.

Schmalsäumen
(Stichart 01; Stichbreite 3.5, Stichlänge 1.5~3.0)
Der Säumer ist optional und nicht im Lieferumfang dieser Maschine enthalten.
Stoffkante etwa 3 mm umbiegen und nochmals 3 mm auf einer Länge von etwa 5 cm der Stoffkante entlang umbiegen.
Handrad entgegen drehen, bis die Nadel in den Saum einsticht, dann den Nähfuß senken. Mehrere Stiche nähen, dann Nähfuß hochstellen. Saum in die spiralförmige Öffnung am Säumer einführen. Stoff dabei vorwärts und rückwärts bewegen, bis der Saum einrollt.
Nähfuß senken und langsam nähen, dabei die rohe Stoffkante schön von vorn in die Spirale des Säumers führen.

Schnuraufnähen
Eine oder drei Kordeln übernähen für hübsche Strukturen auf Jacken, Westen oder Bordüren. Dazu kann Perlgarn, Strickwolle, Stickgarn, Kordel, Häkelgarn usw. verwendet werden.
Der Schnuraufnähfuß ist optional und nicht im Lieferumfang dieser Maschine enthalten.
Einzelschnur aufnähen (Stichart 06): Muster auf den Stoff aufzeichnen. Schnur von rechts in die mittlere Rille am Schnuraufnähfuß einlegen. Schnur etwa 5 cm hinter dem Nähfuß hervorziehen. Die Rillen unter dem Nähfuß halten die Schnur am richtigen Ort, während sie übernäht wird. Stich auswählen und Stichbreite so einstellen, dass die Stiche gerade über die Schnur reichen. Nähfuß senken und langsam nähen, dabei die Schnur dem Muster entlang führen.
Dreifachschnur aufnähen (Sticharten 07 und 16): Nähfaden nach links schieben und drei Schnüre in die Rillen unter dem Nähfuß einlegen. Etwa 5 cm jeder Schnur hinter dem Nähfuß hervorziehen. Gewünschtes Stichmuster auswählen und Stichbreite so einstellen, dass die Stiche gerade über die Schnüre reichen. Nähfuß senken und langsam nähen, dabei die Schnüre dem Muster entlang führen.

Raupennähte
(Sticharten 06, 21, 22, 23, 24, 25; Stichbreite 3.5~7.0, Stichlänge 0.5~1.0)
Raupennähte und Dekorstiche mit dem Raupennahtfuß nähen. Dieser Nähfuß verfügt an der Fußunterseite über eine ganzflächige Aussparung, die es ermöglicht, problemlos über dicke Stichformationen wie dichte Zickzackstiche zu gleiten und den Stoff schön gleichmäßig transportieren zu lassen.
Die Raupennaht- und Dekorstiche können selber umgestaltet werden, indem die Stichlängen und -breiten verstellt werden. Am besten auf Stoffresten verschiedene Sticharten und Einstellungen ausprobieren.
Hinweis: Beim Nähen auf sehr leichten und dünnen Stoffen wird empfohlen, die Stoffrückseite mit Vlies zu verstärken.

Quilten & Muschelstich
Quilten (Sticharten 01 und 03; Stichbreite 3.5, Stichlänge 1.0~3.0): Der Quiltfuß ist optional und nicht im Lieferumfang dieser Maschine enthalten.
Quiltlineal in den Nähfußhalter wie abgebildet einführen und auf die gewünschte Breite einstellen. Erste Reihe nähen und Stoff verschieben. Alle weiteren Reihen so nähen, dass das Lineal jeweils entlang der vorherigen Nählinie verläuft.
Muschelstich (Stichart 34 mit Universalfuß T bzw. Stichart 22 mit Raupennahtfuß A): Auf der Saumlinie nähen. Stoff dicht der Nählinie entlang abschneiden. Darauf achten, dass der Nähfaden nicht mitgefasst wird.

Kräuseln
(Stichart 01; Stichbreite 3.5, Stichlänge 4.5)
Der Kräusler ist ein optionales Zubehörteil und nicht im Lieferumfang enthalten.
Kräuseln: Kräusler einsetzen und die Fadenspannung auf unter 2 stellen. Den zu kräuselnden Stoff rechts unter den Nähfuß legen. Einmal durchsteppen, dabei die Stoffkante parallel zur rechten Fußkante laufen lassen. Der Stoff wird nun automatisch gefältelt. Für leichte bis mittelschwere Stoffe geeignet.
Kräuseln und gleichzeitiges Annähen an ein glattes Stoffstück: Der Kräusler weist unten einen Einschnitt auf (doppelte Sohle). Damit kann der ganz unten durchlaufende Stoffteil gekräuselt und direkt an den im Einschnitt durchlaufenden glatten Teil genäht werden (z. B. Rockbund).
- Nähfußhalter entfernen und Kräusler einsetzen.
- Zu kräuselnden Stoff mit der Vorderseite nach oben unter den Nähfuß legen.
- Obere Stofflage (bleibt ungekräuselt) mit der Vorderseite nach unten in den Fußeinschnitt legen.
- Die beiden Stofflagen wie abgebildet führen.
Hinweis: Um die gewünschte Kräuselstärke herauszufinden, proben Sie am besten über je etwa 25 cm Länge am Stoff, an Bordüren oder Gummiband. So können Einstellungen je nach Wunsch einfacher vorgenommen werden. Immer am gleichen Stoff und im gleichen Fadenlauf wie nachher am Projekt proben. Kräuseln im Querfadenlauf ergibt hübschere Falten als auf dem Längsfaden. Nähen Sie langsam bis mittelschnell, um den Stoff besser im Griff zu haben.

Smoken
(Sticharten 15 und 16; Raupennahtfuß A)
- Mit dem Universalfuß gerade Linien in Abständen von 1 cm über die gesamte zu smokende Fläche nähen.
- Fäden auf einer Seite zusammen verknoten. An den Unterfäden ziehen und die Fältchen gleichmäßig verteilen. Fäden auf der anderen Seite fixieren.
- Fadenspannung reduzieren und allenfalls mit einem Dekorstich zwischen den Geradstichlinien nähen.
- Fäden der Kräuselstichlinien herausziehen.

Freihandstopfen, -sticken und -monogramme
(Sticharten 01 und 06; Stichbreite 3.5~5.0)
Der Stopf-/Stickfuß ist optional und nicht im Lieferumfang dieser Maschine enthalten.
Hebel zum Senken bzw. Heben des Transporteurs nach unten (b) stellen, um den Transporteur zu senken. Nähfußhalter entfernen und Stopffuß einsetzen. Der Hebel (a) muss hinter der Nadelbefestigungsschraube (b) liegen. Stopffuß von hinten her mit dem Zeigefinger fest an den Halter drücken und Schraube (c) anziehen.
Stopfen: Zuerst die Rissstelle einmal umnähen, um die Gewebefäden zu sichern: von links nach rechts mit beständiger Geschwindigkeit und schön regelmäßig über die Rissstelle nähen. Nähgut um eine Vierteldrehung drehen und die erste Stichlage übernähen. Diesmal das Nähgut langsamer bewegen, damit zwischen den Fäden keine großen Lücken entstehen.
Hinweis: Freihandstopfen wird ohne Transporteur ausgeführt; er ist versenkt. Das Nähgut wird mit den Händen transportiert. Man muss deshalb Nähgeschwindigkeit und Stofftransport in Übereinstimmung bringen.

Sticken: Zickzackstich wählen und Stichbreite nach Bedarf einstellen. Dem Musterumriss entlang nähen, indem der Stickrahmen entsprechend bewegt wird. Mit gleichmäßiger Geschwindigkeit arbeiten. Musterflächen von außen nach innen füllen; Stiche dicht nebeneinander platzieren. Durch schnelleres Bewegen des Stickrahmens entstehen längere Stiche, durch langsameres Bewegen kürzere Stiche. Nähende mit Vernähstichen fixieren durch Drücken des Auto-Lock-Knopfes.
Monogramme: Zickzackstich wählen und Stichbreite nach Bedarf einstellen. Mit gleichmäßiger Geschwindigkeit die Buchstaben nachnähen. Nähende nach jedem Buchstaben mit Vernähstichen fixieren durch Drücken des Auto-Lock-Knopfes.
Der Stickrahmen wird nicht zum Nähcomputer mitgeliefert. Er ist separat erhältlich.

Fagotten & Patchworkstich
Fagotten (Stichart 14; Universalfuß T):
- Umgebogene Kanten der Stoffteile mit einem Abstand von 4 mm auf ein Stück dünnes Papier oder wasserlösliches Vlies legen und heften.
- Nähfußmitte auf die Mitte zwischen den beiden Stoffbruchkanten ausrichten und zu nähen beginnen.
- Papier nach dem Nähen entfernen.
Patchworkstich (Stichart 14 mit Universalfuß T; Sticharten 15, 16, 26 mit Raupennahtfuß A):
- Die beiden Stoffteile rechts auf rechts legen und mit Geradstich steppen.
- Nahtzugaben öffnen und flach bügeln.
- Nähfußmitte auf die Nahtlinie platzieren und die Nahtlinien übernähen.

Zwillingsnadel
(Universalfuß T; Stichbreite 2.0~5.0)
Die Zwillingsnadel ist optional und nicht im Lieferumfang dieser Maschine enthalten. Zwillingsnadel einsetzen.
Hinweis: Bei Verwendung von Zwillingsnadeln sollte immer der Universalfuß verwendet werden, und zwar ungeachtet der Nähmethode. Nur Zwillingsnadeln mit max. 2 mm Zwischennadelabstand verwenden.
Beim Einfädeln den Anleitungen wie üblich folgen und den horizontalen Garnrollenstift benutzen. Linke Nadel einfädeln. Den zweiten Garnrollenstift (mit den Zubehörteilen mitgeliefert) ins Loch oben an der Maschine stecken. Faden durch die restlichen Punkte ziehen, die Fadenführung über der Nadel auslassen und den Faden durch die rechte Nadel führen. Jede Nadel getrennt einfädeln.
Hinweis: Die zwei Fäden, die zum Einfädeln der Zwillingsnadel gebraucht werden, sind vom gleichen Gewicht. Sie können eine oder zwei Farben benutzen.
Vor dem Nähen muss mit dem Handrad überprüft und sichergestellt werden, dass die Nadel die Nähplatte nicht berührt. Stichart wählen und mit dem Nähen beginnen. Die Sticharten 01–16 und 21–40 können gebraucht werden. Zwei Stichlinien werden parallel zueinander genäht.
Hinweis: Beim Nähen mit Zwillingsnadeln immer langsam vorgehen und mit langsamer Geschwindigkeit nähen, um schöne Nähergebnisse zu erzeugen.

Obertransportfuß
(Stichart 01) Der Obertransportfuß ist optional und nicht im Lieferumfang dieser Maschine enthalten.
Generell zuerst ohne Obertransportfuß versuchen zu nähen. Er sollte erst eingesetzt werden, wenn nötig. Mit üblichen Nähfüßen ist der Stoff leichter zu führen und man hat eine bessere Sicht auf den Nähbereich. Dieser Nähcomputer bietet hervorragende Stichqualität auf sehr vielen Stoffen, von zarten Chiffons bis zu mehrlagigen Jeansstoffen.
Mit dem Obertransportfuß wird der Transport der oberen und unteren Stofflagen ausgeglichen; er hilft beim exakten Zusammennähen von Karos, Streifen und Mustern. Er dient auch einem regelmäßigen Stofftransport auf sehr schwierigen Stoffen.
Nähfußlifter heben, um die Nähfußstange hochzustellen. Schraube an der Nähfußstange entfernen (im Gegenuhrzeigersinn drehen) und Nähfußhalter wegnehmen.
Obertransportfuß wie folgt befestigen:
- Arm (a) passt über die Nadelbefestigungsschraube und Nadelstange (b).
- Befestigungskopf aus Plastik (c) von links nach rechts an der Nähfußstange befestigen.
- Nähfußstange senken.
- Schraube wieder an der Nähfußstange festschrauben (im Uhrzeigersinn).
- Sicherstellen, dass beide Schrauben (an der Nadel- und Nähfußstange) wieder fest angezogen sind.
Unterfaden heraufholen und Unter- wie Oberfaden hinter den Obertransportfuß ziehen.

Warnfunktionen
Piepton:
- Bei korrekter Anwendung: 1 Piep.
- Bei falscher Anwendung: 3 Pieps.
- Wenn die Nähmaschine ein Problem hat und nicht nähen kann: 3 Pieps. Das bedeutet, dass der Faden verdreht oder verklemmt ist und sich die Handradachse nicht bewegen kann. Lesen Sie dann den Abschnitt „Beheben von Störungen" durch, um die Lösung zu finden. Sobald das Problem gelöst worden ist, näht die Maschine weiter.
Spulerstift wieder nach links drücken: Werden Tasten an der Maschine gedrückt, wenn die Greiferspule gefüllt ist oder der Spulerstift sich rechts befindet, ertönen 3 Pieper als Warnsignal. Spulerstift nach links drücken.
Hinweis: Sollte sich das Problem so nicht beheben lassen, kann eine fachkundige Durchsicht helfen.
Achtung: Wenn während des Nähens der Faden in der Platine verklemmt wird, dadurch die Nadel an der Bewegung gehindert wird und Sie weiter die Fußsteuerung drücken, schaltet der Sicherheitsschalter die Maschine ganz aus. Um die Nähmaschine wieder zu starten, müssen Sie den Ein/Aus-Schalter auf „Aus" und dann noch einmal auf „Ein" stellen.

Unterhalt: Pflege und Reinigung
Oberfläche des Nähcomputers reinigen: Ist die Oberfläche des Nähcomputers verschmutzt, einen weichen Lappen in Wasser mit wenig neutralem Abwaschmittel tauchen, fest auswringen und damit die Oberfläche reinigen. Anschließend mit einem trockenen Tuch über die Oberfläche wischen.
Achtung: Diese Maschine ist mit einer 100-mW-LED-Lampe ausgestattet. Wenn die Lampe ausgewechselt werden muss, darf dies nur durch eine Fachwerkstatt erfolgen.
Greifer reinigen: Faden- und Stoffrückstände im Greifer können dazu führen, dass der Nähcomputer nicht mehr einwandfrei funktioniert. Regelmäßig nachsehen und bei Bedarf den Greiferbereich reinigen.
Achtung: Nähcomputer immer zuerst ausstecken (vom Stromnetz trennen), dann erst Unterhaltsarbeiten daran ausführen.
- Greiferdeckel entfernen.
- Nadel, Nähfuß und Nähfußhalter entfernen. Mit dem L-Schraubenzieher die beiden Schrauben der Stichplatte lösen und die Stichplatte herausnehmen.
- Greiferbahn, Transporteur und Spulenkapsel mit dem Pinsel reinigen. Man kann dazu auch ein weiches, trockenes Tuch nehmen.

Beheben von Störungen
Bevor die Nähmaschine wegen einer Störung zur Reparatur gegeben wird, bitte zuerst die folgende Übersicht durchgehen. Sie hilft bei der Ursachensuche und der Behebung.
| Ursache | Fehlerbehebung |
|---|---|
| Oberfaden reißt | |
| Nähmaschine nicht richtig eingefädelt. | Nähmaschine neu einfädeln. |
| Fadenspannung zu stark. | Oberfadenspannung reduzieren (tiefere Zahl). |
| Faden ist für die Nadel zu dick. | Andere Nadelgröße einsetzen. |
| Nadel nicht korrekt eingesetzt. | Nadel entfernen und neu einsetzen (flache Kolbenseite nach hinten). |
| Faden wickelt sich um den Garnrollenstift. | Fadenspule entfernen und Faden aufwickeln. |
| Nadel ist beschädigt. | Nadel ersetzen. |
| Unterfaden reißt | |
| Spulenkapsel nicht korrekt eingesetzt. | Spulenkapsel herausnehmen, wieder einsetzen und am Faden ziehen. Der Faden muss problemlos und leicht abspulen. |
| Spulenkapsel falsch eingefädelt. | Spule und Spulenkapsel überprüfen. |
| Fehlstiche | |
| Nadel nicht korrekt eingesetzt. | Nadel entfernen und neu einsetzen (flache Kolbenseite nach hinten). |
| Nadel ist beschädigt. | Neue Nadel einsetzen. |
| Falsche Nadel (Größe) verwendet. | Zu Oberfaden und Stoff passende Nadel verwenden. |
| Nähfuß nicht korrekt eingesetzt. | Überprüfen und korrekt einsetzen. |
| Nähmaschine nicht richtig eingefädelt. | Nähmaschine neu einfädeln. |
| Nadelbruch | |
| Beschädigte Nadel. | Neue Nadel einsetzen. |
| Nadel nicht korrekt eingesetzt. | Nadel korrekt einsetzen (flache Kolbenseite nach hinten). |
| Falsche Nadelstärke für den Stoff. | Zu Stoff und Faden passende Nadel einsetzen. |
| Falscher Nähfuß eingesetzt. | Korrekten Nähfuß einsetzen. |
| Nadelhalterschraube sitzt locker. | Schraube mit dem Schraubendreher festziehen. |
| Zum Nähen des gewünschten Stichmusters ungeeigneter Nähfuß eingesetzt. | Für die gewünschte Stichart geeigneten Nähfuß einsetzen. |
| Zu hohe Oberfadenspannung. | Oberfadenspannung reduzieren. |
| Lose Stiche | |
| Maschine nicht korrekt eingefädelt. | Einfädelweg überprüfen. |
| Spulenkapsel falsch eingefädelt. | Spulenkapsel wie abgebildet einfädeln. |
| Nadel, Stoff und Faden schlecht aufeinander abgestimmt. | Die Nadelstärke muss auf Stoff und Faden abgestimmt sein. |
| Falsche Fadenspannung. | Fadenspannung korrigieren. |
| Nähte ziehen sich zusammen oder Stoff kräuselt | |
| Ober- bzw. Fadenspannung zu stark. | Fadenspannung reduzieren. |
| Oberfaden ist nicht richtig eingefädelt. | Neu einfädeln. |
| Zu dicke Nadel für den Stoff. | Dünnere bzw. zu Oberfaden und Stoff passende Nadel wählen. |
| Falsche oder für den Stoff zu lange Stichlänge. | Stichlänge anpassen (kürzere wählen). |
| Verzogene Stichmuster | |
| Falscher Nähfuß. | Korrekten Nähfuß einsetzen. |
| Zu hohe Fadenspannung. | Fadenspannung reduzieren. |
| Maschine blockiert | |
| Faden im Greifer blockiert bzw. verklemmt. | Oberfaden und Unterfadenspule entfernen. Handrad von Hand rückwärts und vorwärts drehen und die Fadenreste entfernen. |
| Transporteur voller Fusseln. | Greifer und Transporteur wie beschrieben von Fusseln befreien. |
| Maschine macht laute Geräusche | |
| Greifer oder Nadelstange voller Fusseln. | Greifer und Transporteur wie beschrieben von Fusseln befreien. |
| Nadel beschädigt. | Neue Nadel einsetzen. |
| Leicht summender Ton aus dem Motorinnern. | Das ist normal. |
| Ungleichmäßiges Stichbild, unregelmäßiger Transport | |
| Mindere Fadenqualität. | Qualitätsfaden verwenden. |
| Falsch eingefädelte Spulenkapsel. | Spulenkapsel herausnehmen, neu einfädeln und richtig einlegen. |
| Zug im Stoff. | Beim Nähen nicht am Nähgut ziehen oder schieben. Es wird vom Transporteur transportiert — nicht nachhelfen. |
| Maschine läuft nicht / lässt sich nicht starten | |
| Maschine ist nicht eingeschaltet. | Maschine einschalten. |
| Nähfußhebel steht oben. | Nähfußhebel senken. |
| Maschine ist nicht eingesteckt. | Netzkabel einstecken und Maschine am Stromnetz anschließen. |


Entsorgung und technische Daten
Entsorgungshinweise: Gebrauchte Elektro- und Elektronikgeräte dürfen gemäß europäischer Vorgaben nicht mehr zum unsortierten Siedlungsabfall gegeben werden.
In Deutschland sind Sie gesetzlich verpflichtet, ein Altgerät einer vom unsortierten Siedlungsabfall getrennten Erfassung zuzuführen. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (Kommunen) haben hierzu Sammelstellen eingerichtet, an denen Altgeräte aus privaten Haushalten ihres Gebietes für Sie kostenfrei entgegengenommen werden.
Bitte informieren Sie sich über Ihren lokalen Abfallkalender oder bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung über die in Ihrem Gebiet zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Rückgabe oder Sammlung von Altgeräten.
Elektrische Kenndaten:
- CARINA Inspiration
- 100–240 V, 50/60 Hz, 70 W
- Schutzklasse II

Häufige Fragen (FAQ)
Empfohlenes Nähgarn: Für ein gleichmäßiges Stichbild empfehlen wir, ausschließlich hochwertiges Ackermann-Nähgarn zu verwenden — z. B. die Ackermann Nähgarnbox (36 Farben). Alle Ackermann-Garne →
Wie stelle ich die Fadenspannung richtig ein?
Die Grundeinstellung ist „AUTO"; rund 90 % aller Näharbeiten gelingen mit einer Spannung zwischen „3" und „5". Ober- und Unterfaden sollen sich gleichmäßig in der Stoffmitte verschlingen. Erscheint der Oberfaden auf der Unterseite, ist die Spannung zu locker — das Rad auf eine höhere Zahl drehen. Wird der Unterfaden nach oben gezogen und ist auf der Oberseite sichtbar, ist sie zu fest — das Rad auf eine tiefere Zahl drehen. Die Spannung je nach Stichart, Faden und Stoff anpassen.
Wie wähle ich einen Stich aus und ändere Breite und Länge?
Nach dem Einschalten leuchtet die LED-Anzeige über dem Geradstich. Drücken Sie den Auswahlknopf rechts neben der Reihe, in der sich der gewünschte Stich befindet, bis die LED-Anzeige über diesem Stich leuchtet. Die Maschine stellt automatisch die empfohlene Stichbreite und -länge ein. Zum Anpassen verschieben Sie den Stichbreitenregler (0.0–7.0) bzw. den Stichlängenregler (0.0–4.5); die LED blinkt und piept bei der Standardeinstellung. Einige Stiche haben beschränkte Breiten und Längen.
Wie fädle ich den Oberfaden mit dem automatischen Einfädler ein?
Schalten Sie den Nähcomputer aus. Nadel ganz hochstellen und Nähfuß senken. Senken Sie den Hebel des Einfädlers langsam, führen Sie den Faden durch die Fadenführung und ziehen Sie ihn nach rechts. Der Einfädler dreht sich automatisch in Position, das Häkchen fährt durchs Nadelöhr. Faden vor der Nadel holen, locker halten und den Hebel langsam loslassen — das Häkchen zieht den Faden als Schlinge durchs Öhr. Faden anschließend ganz durchs Öhr ziehen.
Wie nähe ich ein Knopfloch?
Zuerst eine Probe auf einem Stoffrest nähen. Knopflochstich (17, 18 oder 19) wählen, den Knopflochfuß einsetzen und den Knopf in die Knopfhalterplatte einlegen — so bestimmt der Knopf die Größe des Knopflochs. Den Knopflochhebel ganz herunterziehen. Stoff so unterlegen, dass die Mitte-Markierung am Fuß mit der eingezeichneten Knopflochlinie übereinstimmt. Oberfadenende leicht festhalten und langsam nähen; die Maschine näht das Knopfloch in einem Arbeitsgang und vernäht am Ende automatisch. Anschließend das Knopfloch zwischen den Raupen vorsichtig auftrennen.
Die Maschine piept dreimal und näht nicht — was bedeutet das?
Drei Pieptöne sind ein Warnsignal. Meist ist der Faden verdreht oder im Greifer verklemmt, sodass sich die Handradachse nicht bewegen lässt. Entfernen Sie Oberfaden und Unterfadenspule, drehen Sie das Handrad von Hand vor und zurück und entfernen Sie alle Fadenreste. Drei Pieps ertönen auch, wenn Tasten gedrückt werden, während der Spulerstift rechts steht — dann den Spulerstift wieder nach links drücken. Hat sich die Maschine über den Sicherheitsschalter ganz abgeschaltet, den Ein/Aus-Schalter auf „Aus" und dann wieder auf „Ein" stellen.
Kann ich mit einer Zwillingsnadel nähen?
Ja. Verwenden Sie dabei immer den Universalfuß und nur Zwillingsnadeln mit maximal 2 mm Zwischennadelabstand; die Stichbreite sollte weniger als „5.0" betragen. Nutzen Sie den zweiten Garnrollenstift und fädeln Sie jede Nadel getrennt ein. Prüfen Sie vor dem Nähen mit dem Handrad, dass die Nadeln die Stichplatte nicht berühren, und nähen Sie langsam. So entstehen zwei parallele Stichlinien (Sticharten 01–16 und 21–40). Die Zwillingsnadel ist optional und nicht im Lieferumfang enthalten.
Ihr Problem lässt sich so nicht beheben?
Wenn es nach diesen Hinweisen bleibt, kann eine fachkundige Durchsicht helfen: Bei der Inspektion & Wartung reinigen, ölen und justieren wir Ihre CARINA Inspiration und prüfen die Funktionen. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.
Inspektion & Wartung für Ihre CARINA Inspiration →