Rechtliches

Bedienungsanleitung CARINA Jeans

Willkommen

Sehr geehrter Kunde! Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihrer Nähmaschine. Sie haben ein Qualitätsprodukt erworben, das mit größter Sorgfalt hergestellt wurde.

Diese Bedienungsanleitung vermittelt Ihnen alles Wissenswerte über die Anwendungsmöglichkeiten Ihrer Nähmaschine. Wir wünschen Ihnen viel Freude und große Näherfolge.

Begrüßungsseite der CARINA Jeans Bedienungsanleitung
Begrüßung

Sicherheitsvorschriften

Vor dem Benutzen: Bitte lesen Sie alle in dieser Gebrauchsanweisung aufgeführten Informationen aufmerksam durch. Sie geben Ihnen wichtige Hinweise für den Gebrauch, die Sicherheit und die Wartung des Gerätes. Bewahren Sie diese Gebrauchsanweisung sorgfältig auf und geben Sie sie gegebenenfalls an Nachbenutzer weiter. Das Gerät darf nur für den vorgesehenen Zweck gemäß dieser Gebrauchsanweisung verwendet werden.

Sicherheitshinweise — unbedingt zu beachten:

  • Das Gerät nur an Wechselstrom mit einer Spannung gemäß dem Typenschild am Gerät anschließen.
  • Ein Elektrogerät ist kein Kinderspielzeug. Kinder erkennen Gefahren nicht, die beim Umgang mit Elektrogeräten entstehen können. Das Gerät deshalb außer Reichweite von Kindern benutzen und aufbewahren.
  • Netzkabel nicht herunterhängen lassen. Die sich bewegende Nadel ist eine Gefahrenquelle (Verletzungsgefahr für die Finger). Die Nähstelle ist daher ständig zu beobachten.
  • Manipulationen im Bewegungsbereich der Nadel, wie beispielsweise das Wechseln der Nadel, des Nähfußes oder der Stichplatte, dürfen nur bei ausgeschalteter Maschine (Hauptschalter auf „O" stellen) vorgenommen werden. Das gleiche gilt für das Herausnehmen und Wiedereinsetzen der Greiferfadenspule oder des Greifers.
  • Nur Nähmaschinenöl verwenden.
  • Bei sämtlichen Wartungsarbeiten (Reinigen und Ölen) sowie beim Austauschen der Glühlampe ist die Maschine durch Herausziehen des Netzsteckers vom Netz zu trennen. Die Maschine muss auch bei Arbeitsunterbrechung oder nach Beendigung der Arbeit vom Netz getrennt werden.
  • Das Gerät nicht in Betrieb nehmen (Netzstecker sofort ziehen), wenn das Gerät, das Gehäuse oder das Netzkabel beschädigt ist.
  • Das Gerät nur trocken oder mit einem feuchten Tuch reinigen. Achtung: Zuerst unbedingt den Netzstecker ziehen!
  • Den Netzstecker niemals am Netzkabel oder mit nassen Händen aus der Steckdose ziehen. Das Netzkabel nicht über scharfe Kanten ziehen oder einklemmen. Das Netzkabel nicht über heiße Gegenstände (z. B. Herdplatten) oder offene Flammen legen oder hängen und vor Hitze und Öl schützen.
  • Verlängerungskabel nur dann verwenden, wenn Sie sich zuvor von deren einwandfreiem Zustand überzeugt haben.
  • Verpackungsmaterial ordnungsgemäß entsorgen.
Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit der Nähmaschine
Sicherheitsvorschriften

Bezeichnungen der Maschinenteile

Machen Sie sich vor dem ersten Nähen mit den wichtigsten Bedienelementen Ihrer CARINA Jeans vertraut:

  1. Fadenspannung
  2. Nähfußdruck
  3. Fadenhebel
  4. Fadenabschneider
  5. Nähfüße
  6. Stichplatte
  7. Flacher Anschiebetisch
  8. Begrenzung für Spuleneinrichtung
  9. Stichlängenknopf
  10. Stichwahlfenster
  11. Hebel zum Rückwärtsnähen
  12. Traggriff
  13. Spuleinrichtung
  14. Garnrollenstift
  15. Handrad
  16. Stichwahlknopf
  17. Hauptschalter
  18. Netzanschluss
  19. Oberfadenführung
  20. Fadenführung zum Spulen
  21. Zweistufen-Nähfußhebel
Beschriftete Vorderansicht der Nähmaschine mit den Teilen 1 bis 11
Originalseite 2
Beschriftete Rückansicht der Nähmaschine mit den Teilen 12 bis 21
Originalseite 3

Zubehör

Standardausrüstung:

  • a. Allzweck-Nähfuß (an der Maschine)
  • b. Reißverschlussfuß
  • c. Knopflochfuß
  • d. Knopfannähfuß
  • e. Blindsaumfuß
  • f. Ölflasche
  • g. Pinsel / Pfeiltrenner
  • h. Nadeln (3×)
  • i. Spulen (4×)
  • j. Schraubendreher
  • k. Kantenlineal
  • l. Stick- und Stopfplatte

Extra-Zubehör: Diese sechs Füße gehören nicht zur Standardausrüstung, können aber als Extra-Zubehör bezogen werden:

  • m. Stickfuß
  • n. Stopffuß
  • o. Obertransportfuß
  • p. Säumerfuß
  • q. Kordelfuß
  • r. Overlockfuß
Übersicht des mitgelieferten Standard- und Extra-Zubehörs
Originalseite 4

Kombi-Nähtisch

Wenn auf dem Freiarm genäht werden soll, in den Eingriff (A) fassen und die Box in Pfeilrichtung abziehen (1).

Das Innere des Kombi-Nähtisches ist für Zubehör vorgesehen. Zum Öffnen die Klappe herunterdrücken (2).

Abziehen des Kombi-Nähtisches und Öffnen des Zubehörfachs
Originalseite 5

Anschließen der Maschine ans Stromnetz

Stecker (A) in die Maschine und Stecker (B) in die Wandsteckdose stecken. Hauptschalter einschalten (1).

Fußanlasser: Mit dem Fußanlasser kann die Nähgeschwindigkeit reguliert werden (2).

Nählicht: Hauptschalter einschalten (1).

Achtung: Als Fußanlasser muss das Modell 4C-326G (220–240 V) verwendet werden.

Anschluss der Maschine ans Stromnetz und Bedienung des Fußanlassers
Originalseite 6

Auswechseln der Glühbirne

Maschine vom Stromnetz trennen: Stecker herausziehen! Schraube (B) an der Seite lösen. Kopfdeckel aufklappen. Glühbirne (C, max. 15 W) durch Drehen entfernen und ersetzen. Kopfdeckel wieder anschrauben.

Kopfdeckel öffnen und Glühbirne austauschen
Originalseite 7

Zweistufen-Nähfußhebel & Nähfußdruck

Zweistufen-Nähfußhebel: Beim Nähen von extrem dicken Stoffen kann der Stoffdurchgang unter dem Nähfuß vergrößert werden, indem man den Nähfußhebel weiter anhebt (A).

Nähfußdruck einstellen: Der Nähfußdruck ist auf normal eingestellt. Zum Nähen extremer Materialien kann der Nähfußdruck angepasst werden (dünne oder dicke Stoffe). Zum Einstellen die Stellschraube für den Nähfußdruck mit einer Münze drehen. Für Dünnstoffe die Stellschraube gegen den Uhrzeigersinn drehen, für Dickstoffe im Uhrzeigersinn.

  • a. Weniger Druck
  • b. Mehr Druck
Zweistufen-Nähfußhebel anheben und Nähfußdruck mit einer Münze einstellen
Originalseite 8

Montieren des Nähfußhalters

Nähfuß-Stange (a) hochstellen. Nähfußhalter (b) wie abgebildet montieren (1).

Nähfuß einsetzen: Nähfuß-Stange (a) senken, bis die Rille (c) direkt oberhalb des Stifts (d) ist. Hebel (e) leicht nach vorne drücken. Nähfuß-Stange (a) senken — der Nähfuß (f) rastet ein (2).

Nähfuß abnehmen: Nähfuß hochstellen. Hebel (e) leicht nach vorne drücken, und der Fuß ist frei (3).

Einsetzen des Kantenlineals: Wie die Abbildung zeigt, das Kantenlineal (g) sorgfältig einschieben, z. B. für Säume, Falten usw. (4).

Achtung: Bei allen Manipulationen den Hauptschalter auf „O" stellen!

Nähfußhalter montieren, Nähfuß einsetzen und abnehmen sowie Kantenlineal einschieben
Originalseite 9

Unterfaden spulen

  1. Leere Spule auf die Achse stecken. Fuß vom Fußanlasser nehmen! Faden von der aufgesteckten Fadenspule durch die Führung ziehen (1).
  2. Faden von Hand einige Male im Uhrzeigersinn um die leere Spule wickeln. Spule nach rechts gegen die Führung drücken. Der Nähvorgang wird dadurch automatisch unterbrochen.
  3. Fußanlasser betätigen. Der Spulvorgang stellt automatisch ab, sobald die Spule voll ist. Spule nach links drücken und entfernen (2).
Aufspulen des Unterfadens auf die Spule
Originalseite 10

Spule einlegen

Beim Einsetzen und Herausnehmen der Spule muss die Nadel immer in Höchststellung sein.

  1. Klappdeckel öffnen (1).
  2. Spulenkapsel mit einer Hand halten. Spule so einlegen, dass der Faden im Uhrzeigersinn aufgespult ist (Pfeil) (2).
  3. Faden in den Schlitz und unter die Feder ziehen (3).
  4. Spulenkapsel mit Zeigefinger und Daumen am Kläppchen halten (4).
  5. Kapsel in die Greiferbahn einsetzen (5).

Achtung: Hauptschalter auf „O" stellen!

Spule in die Spulenkapsel einlegen und Kapsel in die Greiferbahn einsetzen
Originalseite 11

Einsetzen der Nadel (System 130/705H)

Ersetzen Sie die Nadel regelmäßig, vor allem bei ersten Anzeichen von Nähschwierigkeiten. Setzen Sie die Nadel wie abgebildet ein (1).

  1. Nadelbefestigungsschraube lösen und nach dem Einsetzen der Nadel wieder festschrauben.
  2. Die flache Kolbenseite muss hinten sein. Nadel bis zum Anschlag am Ende des Schaftes einsetzen.

C/D: Nadel so tief wie möglich einsetzen.

Die Nadel muss einwandfrei sein (2). Nähschwierigkeiten entstehen bei:

  • A. krummer Nadel
  • B. stumpfer Nadel
  • C. Nadelspitze mit Häkchen

Achtung: Hauptschalter auf „O" stellen!

Nadel einsetzen mit flacher Kolbenseite nach hinten sowie Beispiele beschädigter Nadeln
Originalseite 12

Oberfaden einfädeln

Halten Sie sich beim Einfädeln des Oberfadens an die durchnummerierte Reihenfolge (1–5) wie auf der Abbildung:

  1. Garnrolle auf den Garnrollenstift stecken, Garnrollenkappe aufsetzen.
  2. Faden durch die Führungsöse von rechts nach links, dann zwischen die Spannungsscheiben führen.
  3. Von rechts nach links durch die Fadenanzugsfeder.
  4. Nach oben und von rechts nach links durch den Fadenhebel.
  5. Nach unten durch die zwei Ösen führen.

Die Nadel stets von vorne einfädeln.

Achtung: Hauptschalter auf „O" stellen! Nähfuß-Stange hochstellen und den Fadenhebel in die höchste Position bringen.

Einfädeln des Oberfadens in der Reihenfolge 1 bis 5
Originalseite 13

Fadenspannung

Unterfadenspannung: Um die Fadenspannung des Unterfadens zu kontrollieren, wird die volle Spule in die Spulenkapsel gesteckt. Dann lässt man die Spulenkapsel samt Greifer am Fadenende hängen. Die Fadenspannung ist richtig, wenn sich die volle Spulenkapsel bei leichtem Schwingen etwa 5 bis 10 cm nach unten abrollt und dann ruhig hängen bleibt. Rollt sich die volle Kapsel zu leicht ab, ist die Fadenspannung zu gering; rollt sie sich nur schwer oder gar nicht ab, ist die Fadenspannung zu stark.

Oberfadenspannung: Grundeinstellung der Fadenspannung: „AUTO". Für eine stärkere Oberfadenspannung die Skala auf die nächstgrößere Zahl drehen. Für eine leichtere Fadenspannung die nächstkleinere Zahl einstellen.

  • A. Fadenspannung normal
  • B. Oberfadenspannung zu schwach
  • C. Oberfadenspannung zu stark

Achtung: Normalerweise muss die Fadenspannung des Unterfadens nicht verändert werden.

Prüfen der Unterfadenspannung und Beispiele für zu schwache und zu starke Oberfadenspannung
Originalseite 14

Unterfaden heraufholen

  1. Das Ende des Oberfadens mit der Hand halten. Das Handrad nach vorne drehen, bis die Nadel wieder oben steht — eine volle Umdrehung (1).
  2. Am Oberfaden ziehen, damit der Unterfaden aus dem Stichloch gezogen wird. Beide Fäden unter dem Nähfuß nach hinten legen (2).
Heraufholen des Unterfadens durch Drehen am Handrad
Originalseite 15

Rückwärts nähen & Nähgut entfernen

Rückwärts nähen: Am Ende der Naht den Hebel nach unten drücken. Einige Stiche rückwärts nähen. Wird der Hebel losgelassen, näht die Maschine wieder vorwärts (1).

Nähgut entfernen: Den Fadenhebel in die Höchststellung bringen (Handrad nach vorne drehen). Nähfuß anheben und das Nähgut unter dem Nähfuß nach hinten ziehen. Faden abschneiden: die Fäden mit beiden Händen hinter dem Nähfuß halten, zum Schlitz (B) führen und nach unten ziehen (2).

Rückwärtshebel betätigen und Nähgut nach dem Nähen entfernen
Originalseite 16

Nadel-Faden-Tabelle

Grundsätzlich zu beachten: Je schwerer der Stoff und je dicker der Faden, desto stärker sollte die Nadel sein.

Stoffart Näharbeiten Nadelsystem 130/705H — Nadelsorte und Stärke Fadensorte
Feine Stoffe, z. B. Batist, Seide Nähte, Steppnähte Universalnadel 70 Baumwollfaden
Mittlere Stoffe, z. B. Baumwolle, Tuch Nähte, Steppnähte Universalnadel 80 Baumwollfaden, Synthetikfaden
Dicke Stoffe, z. B. Cord, Tweed Nähte, Steppnähte Universalnadel 90 Baumwollfaden, Synthetikfaden
Harte, feste Stoffe wie Jeans Nähte, Steppnähte Jeansnadel 90–110, Stretchnadel 80–90 Jeansfaden, Synthetikfaden
Elastische Stoffe, z. B. Jersey, Tricot Nähte, Steppnähte Stretchnadel 80–90 (Kugelspitze) Synthetikfaden
Für alle Stoffarten Stopfen, Flicken, Versäubern, Knopflöcher, feine Stickarbeiten Universalnadel 70–90 Stick- und Stopffaden, Baumwollfaden
Für feine bis mittlere Stoffarten Biesen nähen, Ziernähte Zwillingsnadel 70/80 Baumwollfaden
Für dickere Stoffarten Biesen nähen, Ziernähte Zwillingsnadel 80/90 Stickfaden, Baumwollfaden, Synthetikfaden
Leder, Lederimitation alle Näharbeiten Ledernadel 80–100 Synthetikfaden, Lederfaden
Nadel-Faden-Tabelle mit Stoffart, Näharbeit, Nadelsorte und Fadensorte
Originalseite 17

Geradstich nähen & Zickzack

Geradstich: Stichwahlknopf auf den gewünschten Stich drehen. Als Richtlinie gilt: Je schwerer der Stoff, umso dicker Faden und Nadel und umso länger sollte der Stich sein.

Zickzack: Ein Verringern der oberen Fadenspannung im Vergleich zum Geradstich ergibt ein besseres Aussehen des Stiches. Deshalb die obere Fadenspannung leicht lösen. Die Stichlänge stellen Sie mit dem Stichlängenknopf (2) ein, den Stich wählen Sie im Stichwahlfenster (3).

  • a. Hebel zum Rückwärtsnähen
  • b. Stichlängenknopf
  • c. Stichwahlknopf
Bedienelemente für Geradstich und Zickzack sowie Stichlängen-Skala
Originalseite 18

Blindsaumstich / Lingeriestich

Für Säume, Vorhänge, Hosen, Röcke usw.

  • Blindsaumstich für elastisches Gewebe.
  • Blindsaumstich / Lingerie für festes Gewebe.

Die Maschine wie abgebildet einstellen (1).

Achtung: Es braucht etwas Übung, bis das Blindsaumnähen gelingt. Es sollte daher immer zuerst eine Nähprobe gemacht werden.

Den Stoff wie abgebildet umlegen, mit der linken Seite nach oben (1). Den umgelegten Stoff unter den Fuß legen. Das Handrad von Hand nach vorne drehen, bis sich die Nadel ganz links befindet. Sie sollte die Stofffalte nur wenig anstechen (2).

Das Führungslineal (3) an die Stofffalte bringen, indem Sie den Knopf (4) drehen. Langsam nähen und den Stoff sorgfältig führen, damit sich seine Lage am Führungslineal nicht verändert.

Blindsaumstich einstellen, Stoff umlegen und Führungslineal anlegen
Originalseite 19

Overlock-Stiche

Für Nähte, das Nähen und Versäubern von Kanten sowie Sichtsäume. Stichlängenknopf auf „S1" stellen.

Overlockstich: für feinere Maschenware, Tricot, Halsausschnitte, Bördchen (a).

Doppel-Overlockstich: für feinere Strickstoffe, handgestrickte Teile, Nähte (b).

Alle Overlockstiche eignen sich zum Nähen und Versäubern von Kanten und Sichtsäumen in einem Arbeitsgang. Beim Versäubern sollte die Stoffkante von der Nadel knapp übernäht werden.

Achtung: Neue Nadel oder Kugelspitznadel verwenden!

Overlockstich und Doppel-Overlockstich zum Versäubern von Kanten
Originalseite 20

Knopf annähen

Stopfplatte einsetzen (1). Legen Sie das Nähgut unter den Nähfuß. Legen Sie den Knopf an die gewünschte Stelle und senken Sie den Nähfuß. Drehen Sie den Stichwahlknopf auf Position B und nähen Sie einige Sicherheitsstiche.

Wählen Sie die Stichbreite gemäß dem Abstand der beiden Löcher im Knopf. Drehen Sie am Handrad, um zu kontrollieren, ob die Nadel ins rechte und linke Loch des Knopfes sticht, ohne anzustoßen. Nähen Sie langsam etwa 10 Stiche auf dem Knopf. Drehen Sie den Stichwahlknopf anschließend wieder auf Position B und nähen Sie einige Sicherheitsstiche.

Ist ein Hals erwünscht, wird eine Stopfnadel auf den Knopf gelegt und übernäht (3). Bei Knöpfen mit vier Löchern mit den beiden vorderen beginnen (Bild 2), dann das Nähgut nach vorne schieben und wie beschrieben vorgehen (3).

Knopf mit dem Knopfannähfuß auf das Nähgut nähen
Originalseite 21

Knopfloch

Vorbereitung:

  1. Zickzack-Nähfuß gegen den Knopflochnähfuß austauschen.
  2. Durchmesser des Knopfes messen und zur Länge 0,3 cm addieren, um das Knopfloch auf das Nähgut aufzuzeichnen.
  3. Stoff unter den Nähfuß legen, so dass die Markierung des Nähfußes mit der Kennzeichnung des Nähgutes übereinstimmt. Nähfuß absetzen, so dass die Markierung auf dem Stoff zur Mitte des Stichloches im Nähfuß passt.

Immer vorab ein Probeknopfloch nähen. Weitere Abfolge: In den Positionen b und d nicht zu viele Stiche machen. Mit dem Pfeiltrenner das Knopfloch jeweils vom Riegel zur Mitte hin aufschneiden.

Tipps:

  • Eine leicht reduzierte obere Fadenspannung ergibt bessere Resultate.
  • Für dünne oder empfindliche Materialien ein Seidenpapier oder eine Zeitung unterlegen.
  • Für elastische Stoffe einen Einlauffaden mitführen, der mit einem Zickzackstich übernäht werden sollte.
Knopfloch in vier Schritten nähen und mit dem Pfeiltrenner aufschneiden
Originalseite 22

Reißverschluss einnähen

Maschine wie abgebildet einstellen (1). Der Reißverschlussfuß kann rechts oder links eingesetzt werden, je nachdem, auf welcher Seite des Nähfußes genäht wird (2/3).

Um dem Reißverschluss-Schieber auszuweichen, die Nadel im Stoff stecken lassen, den Nähfuß anheben und den Schieber hinter den Fuß rücken. Den Nähfuß senken und weiternähen.

Reißverschluss mit dem Reißverschlussfuß einnähen
Originalseite 23

Nähen mit dem Säumerfuß

Zum Säumen von leichten und dünnen Stoffen. Maschine wie abgebildet einstellen (1).

Der Stoff, der gesäumt werden soll, muss sauber und gerade zugeschnitten sein. Die Kante wird am Anfang des Stoffes ca. 3 mm doppelt eingeschlagen und mit 4–5 Stichen festgenäht. An den Fäden etwas nach hinten ziehen. Nadel in den Stoff stecken, Nähfuß anheben und die Umschlagkante in die Schnecke des Fußes ziehen (2).

Weiternähen und den Stoff gleichmäßig in die Schnecke des Säumers einlaufen lassen (3).

Säumen von dünnem Stoff mit dem Säumerfuß
Originalseite 24

Genähter Zickzack

Elastisch nähen und Spitzen aufsetzen, Risse ausbessern, flicken, Kanten verstärken (1). Flicken aufsetzen (2, A).

Beim Flicken von Rissen ist es ratsam, ein Stückchen Stoff zu unterlegen (Verstärkung). Erst über die Mitte nähen, dann beidseitig knapp überdecken. Je nach Art des Gewebes und der Beschädigung 3–5 Reihen nähen (2, B).

Genähter Zickzack zum Aufsetzen von Flicken und Ausbessern von Rissen
Originalseite 25

Stichwahl (Dreifach-Stiche)

Dreifach-Geradstich (1/3): Für Strapaziernähte. Stichlängenknopf auf Position „S1" stellen. Die Maschine näht zwei Stiche vorwärts und einen Stich zurück. Dies ergibt eine dreifache Verstärkung.

Dreifach-Zickzack (2/4): Für Strapaziernähte, Säume und Ziernähte. Stichlängenknopf auf Position „S1" stellen. Der dreifache Zickzackstich eignet sich für feste Stoffe wie Jeans, Cord usw.

Dreifach-Geradstich und Dreifach-Zickzack für strapazierfähige Nähte
Originalseite 26

Wabenmuster-Stich

Für Nähte, Säume, T-Shirts, Unterwäsche usw. Die Maschine wie abgebildet einstellen (1). Dieser Stich kann für verschiedene Jersey-Arten (Tricot) sowie auch für Webstoffe verwendet werden (2).

Den Saum ca. 1 cm von der Schnittkante entfernt nähen und den restlichen Stoff abschneiden (3).

Wabenmuster-Stich auf Jersey und Zuschneiden der überstehenden Kante
Originalseite 27

Nähen mit Kordelfuß

Für Dekors, Sofakissen, Tischdecken usw. Maschine wie abgebildet einstellen. Es eignen sich verschiedene Stiche zum Aufnähen von Garnen, z. B. Zickzackstich, Dreistich-Zickzack, Dekorstiche usw. (1).

Die Fäden werden in die Führungsfeder gezogen und nach hinten unter den Fuß gelegt. Die Fäden sollen in den Rillen laufen (Garndicke beachten). Es können ein, zwei oder drei Fäden aufgenäht werden. Die Stichbreite variiert je nach Anzahl der Fäden und gewähltem Stich (2/3).

Garne mit dem Kordelfuß aufnähen
Originalseite 28

Stopfen

Maschine wie abgebildet einstellen (1). Stopfplatte einsetzen (2). Nähfußhalter entfernen (3).

Stopffuß in die Nähfuß-Stange einsetzen. Der Hebel (A) muss sich hinten über der Nadelhalterschraube (B) befinden. Stopffuß mit dem Zeigefinger von hinten andrücken und die Schraube (C) festschrauben (4).

Zuerst das Loch umnähen (Sicherung der Maschen) (5). Erste Reihe: Immer von links nach rechts arbeiten. Die Arbeit um eine Vierteldrehung drehen und überdecken.

Für ein besseres Nähergebnis empfehlen wir einen Stopfring.

Stopffuß montieren und Loch in Reihen überstopfen
Originalseite 29

Nutzstiche

Maschine wie abgebildet einstellen. Die Stichlänge muss dem Stoff angepasst werden.

Muschelsaumstich (a): Für dekorative Kantenabschlüsse. Geeignet für Abschlüsse in dünneren, festen und elastischen Materialien. Der Zickzackausschlag sollte den Stoff ganz knapp außen anstechen, damit der Muscheleffekt entsteht.

Kräuselstich (b): Für Säume, Sets, Tischtücher. Sehr dekorative Fugennaht mit Hohlraumeffekt. Einreihen mit Garn oder Gummifaden.

Universalstich (c): Für flache Verbindungsnähte, Gummiband annähen, Sichtsäume. Dieser Stich kann in verschiedenen festen Materialien und Maschenmaterialien eingesetzt werden.

Muschelsaumstich, Kräuselstich und Universalstich im Vergleich
Originalseite 30

Obertransportfuß

Anwendung: Nähen aller möglichen Arten von Web- und Strickstoffen, Wolldecken, Seide, Vinylstoffen, synthetischem Leder usw. Der Obertransportfuß gleicht den Transport von Ober- und Unterstoff aus und verbessert die Abstimmung von Plaid, Streifen und Muster. Er vermeidet einen ungleichmäßigen Transport des problematischen Stoffes.

Vorbereitung: Maschine wie abgebildet einstellen. Stichwahl „A" wählen. Mittlere Nadelposition wählen. Die Stichlänge je nach Bedarf wählen.

  1. Den Nähfuß anheben.
  2. Nähfuß und -halter entfernen.
  3. Den Obertransportfuß wie folgt einsetzen:
    1. Die Nadelbefestigungsschraube muss zwischen der Gabel sitzen (2).
    2. Den Obertransportfuß an der Nähfußstange befestigen (3).
    3. Schraube (d) festziehen.
  4. Kontrollieren, ob die Nadelbefestigungsschraube fest angezogen ist.
  5. Den Unterfaden heraufholen.
  6. Beide Fäden unter den Fuß legen.
Obertransportfuß mit Gabel um die Nadelbefestigungsschraube montieren
Originalseite 31

Unterhalt der Maschine

Stichplatte entfernen: Handrad drehen, bis die Nadel in Höchststellung ist. Mit dem Schraubenzieher die beiden Schrauben lösen und die Stichplatte entfernen (1).

Reinigen des Transporteurs: Spulenkapsel entfernen. Mit dem Pinsel den ganzen Bereich reinigen (2).

Reinigen und Ölen des Greifers: Spulenkapsel entfernen. Die beiden Greiferhalterungen (3) wie abgebildet nach außen drehen. Greiferhaltering (4) und Greifer (5) entfernen und mit einem weichen Tuch reinigen. Bei (6) mit Nähmaschinenöl (1–2 Tropfen) leicht ölen. Handrad drehen, bis der Greifertreiber (7) links steht. Greifer (5) einsetzen, Greiferhalterung (3) einsetzen sowie Greiferhaltering (4) einsetzen und wieder schließen. Spulenkapsel und Stichplatte wieder einsetzen.

Wichtig: Rückstände wie Staub und Fadenreste müssen von Zeit zu Zeit entfernt werden. Ihre Nähmaschine sollte regelmäßig gewartet werden.

Stichplatte abnehmen, Transporteur reinigen und Greifer ölen
Originalseite 32

Beheben von Störungen

Achtung: Vor der Fehlersuche stets den Stecker herausziehen.

Störung Ursache Fehlerbehebung
Oberfaden reißt 1. Die Maschine ist falsch eingefädelt. 2. Die Fadenspannung ist zu stark. 3. Der Faden ist zu dick für die Nadel. 4. Die Nadel ist nicht richtig montiert. 5. Der Faden hat sich um den Spulenhalter gewickelt. 6. Die Nadel ist beschädigt. 1. Maschine (Fadenlauf) und Nadel neu einfädeln. 2. Die obere Fadenspannung reduzieren (kleinere Zahl). 3. Eine größere Nadel verwenden. 4. Nadel neu montieren (flache Seite nach hinten). 5. Spule abnehmen und Faden abwickeln. 6. Nadel ersetzen.
Unterfaden reißt 1. Die Spulenkapsel ist nicht richtig eingesetzt. 2. Die Spulenkapsel ist falsch eingefädelt. 3. Die Spannung des Unterfadens ist zu stark. 1. Spulenkapsel neu einsetzen und am Faden ziehen. Wenn er leicht abrollt, ist es richtig. 2. Spule und Kapsel überprüfen. 3. Fadenspannung des Unterfadens laut Anweisung korrigieren.
Fehlstiche 1. Die Nadel ist falsch montiert. 2. Die Nadel ist beschädigt. 3. Die falsche Nadel ist montiert. 4. Der falsche Fuß ist montiert. 1. Nadel neu montieren (flache Seite nach hinten). 2. Nadel ersetzen. 3. Nadelgröße dem Stoff und Faden anpassen. 4. Kontrollieren, ob der richtige Fuß montiert ist.
Nadelbruch 1. Die Nadel ist beschädigt. 2. Die Nadel ist nicht richtig montiert. 3. Stoff zu dick / falsche Nadelgröße. 4. Der falsche Fuß ist montiert. 1. Nadel ersetzen. 2. Nadel richtig montieren (flache Seite nach hinten). 3. Nadelgröße dem Stoff und Faden anpassen. 4. Richtigen Fuß benutzen.
Beim Nähen entstehen Schlingen 1. Die Maschine ist nicht richtig eingefädelt. 2. Die Spulenkapsel ist nicht richtig eingefädelt. 3. Das Nadel-/Stoff-/Faden-Verhältnis stimmt nicht. 4. Falsche Fadenspannung. 1. Maschine korrekt einfädeln. 2. Kapsel wie aufgezeigt einfädeln. 3. Die Nadelgröße muss mit Faden und Stoff übereinstimmen. 4. Fadenspannung korrigieren.
Die Nähte ziehen sich zusammen oder kräuseln sich 1. Die Nadel ist zu dick für den Stoff. 2. Die Fadenspannung ist zu stark. 1. Eine feinere Nadel verwenden. 2. Die Fadenspannung überprüfen.
Unregelmäßige Stiche, unregelmäßiger Transport 1. Der Faden ist zu schwach. 2. Die Spulenkapsel ist falsch eingefädelt. 3. Der Stoff wird beim Nähen gezogen. 1. Eine bessere Fadenqualität verwenden. 2. Kapsel neu einfädeln und richtig einsetzen. 3. Den Stoff nicht ziehen; er muss automatisch transportiert werden.
Die Maschine ist laut und läuft rau 1. Die Maschine muss geölt werden. 2. Fusseln und Ölreste kleben an Greifer oder Nadelstange. 3. Es wurde minderwertiges Öl verwendet, das die Maschine verklebt. 4. Die Nadel ist beschädigt. 1. Maschine nach Anweisung ölen. 2. Greifer und Transporteur gemäß Anweisung reinigen. 3. Maschine nur mit Nähmaschinenöl ölen. 4. Nadel ersetzen.
Die Maschine ist blockiert Faden im Greifer eingeklemmt. Oberfaden und Spulenkapsel entfernen, das Handrad von Hand ruckartig vor- und rückwärts drehen und die Fadenreste entfernen. Anschließend nach Anweisung ölen.
Störungstabelle mit Störung, Ursache und Fehlerbehebung
Originalseite 33

Häufige Fragen (FAQ)

Empfohlenes Nähgarn: Für ein gleichmäßiges Stichbild empfehlen wir, ausschließlich hochwertiges Ackermann-Nähgarn zu verwenden — z. B. die Ackermann Nähgarnbox (36 Farben). Alle Ackermann-Garne →

Welche Nadel eignet sich für Jeans und feste Stoffe?

Für harte, feste Stoffe wie Jeans verwenden Sie eine Jeansnadel der Stärke 90–110 (Nadelsystem 130/705H), alternativ eine Stretchnadel 80–90. Als Faden eignen sich Jeansfaden oder Synthetikfaden. Grundsätzlich gilt: Je schwerer der Stoff und je dicker der Faden, desto stärker sollte die Nadel sein.

Wie stelle ich die Fadenspannung richtig ein?

Die Grundeinstellung der Oberfadenspannung ist „AUTO". Für eine stärkere Spannung drehen Sie die Skala auf die nächstgrößere Zahl, für eine leichtere auf die nächstkleinere. Die Unterfadenspannung muss normalerweise nicht verändert werden. Zur Kontrolle des Unterfadens lässt man die volle Spulenkapsel am Faden hängen: Sie ist richtig eingestellt, wenn sie bei leichtem Schwingen etwa 5 bis 10 cm nach unten abrollt und dann ruhig hängen bleibt.

Der Oberfaden reißt ständig — was kann ich tun?

Häufige Ursachen sind falsches Einfädeln, eine zu starke Fadenspannung, ein für die Nadel zu dicker Faden oder eine falsch montierte bzw. beschädigte Nadel. Fädeln Sie Maschine und Nadel neu ein, reduzieren Sie die obere Fadenspannung (kleinere Zahl), wählen Sie eine passende Nadelstärke und setzen Sie die Nadel neu ein (flache Seite nach hinten) oder ersetzen Sie sie.

Wie nähe ich besonders strapazierfähige Nähte?

Nutzen Sie den Dreifach-Geradstich oder den Dreifach-Zickzack und stellen Sie den Stichlängenknopf auf Position „S1". Die Maschine näht dabei zwei Stiche vorwärts und einen zurück, was eine dreifache Verstärkung ergibt. Diese Stiche eignen sich besonders für feste Stoffe wie Jeans oder Cord sowie für Säume und Ziernähte.

Die Nähmaschine ist blockiert — wie löse ich das?

Der Faden hat sich vermutlich im Greifer verklemmt. Nehmen Sie Oberfaden und Spulenkapsel heraus, drehen Sie das Handrad von Hand ruckartig vor und zurück und entfernen Sie alle Fadenreste. Ölen Sie die Maschine anschließend nach Anweisung und ausschließlich mit Nähmaschinenöl.

Ihr Problem lässt sich so nicht beheben?

Wenn es nach diesen Hinweisen bleibt, kann eine fachkundige Durchsicht helfen: Bei der Inspektion & Wartung reinigen, ölen und justieren wir Ihre CARINA Jeans und prüfen die Funktionen. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.

Inspektion & Wartung für Ihre CARINA Jeans →

Service für Ihre CARINA Jeans

Dieses Modell wird nicht mehr verkauft — für Pflege und Betrieb sind wir weiter da: Inspektion & Wartung, passendes Ackermann-Nähgarn und Zubehör.

Passendes Zubehör: Ackermann-Garne · Nadeln · Zubehör

Diese Online-Anleitung ergänzt die Original-Bedienungsanleitung, sie ersetzt sie nicht.