Rechtliches

Bedienungsanleitung CARINA Professional H40A — Teil 1

Willkommen

Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihrer Nähmaschine. Sie haben ein Qualitätsprodukt erworben, das mit größter Sorgfalt hergestellt wurde.

Diese Bedienungsanleitung vermittelt Ihnen alles Wissenswerte über die Anwendungsmöglichkeiten Ihres Nähcomputers. Wir wünschen Ihnen viel Freude und große Näherfolge.

Begrüßungsseite der CARINA Professional H40A Bedienungsanleitung
Originalseite I

Wichtige Sicherheitshinweise

Beim Gebrauch eines elektrischen Geräts sind folgende grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen unbedingt zu beachten. Lesen Sie vor Gebrauch dieses Nähcomputers die Bedienungsanleitung durch.

Gefahr — zum Schutz vor elektrischem Schlag:

  1. Nähcomputer nie unbeaufsichtigt stehen lassen, wenn er noch am Stromnetz angeschlossen ist.
  2. Nach Gebrauch und vor dem Reinigen den Nähcomputer immer vom Stromnetz trennen.

Warnung — zum Schutz vor Verbrennungen, Feuer, elektrischem Schlag oder Verletzungen von Personen:

  1. Verhindern, dass der Nähcomputer als Spielzeug verwendet wird. Erhöhte Achtsamkeit ist geboten, wenn der Nähcomputer von Kindern oder in der Nähe von Kindern benutzt wird.
  2. Dieser Nähcomputer darf nur zu dem in der vorliegenden Bedienungsanleitung beschriebenen Zweck benutzt werden. Es darf nur Zubehör verwendet werden, das in dieser Bedienungsanleitung beschrieben und vom Hersteller empfohlen ist.
  3. Den Nähcomputer nie benutzen, wenn ein Kabel oder Anschluss beschädigt ist, wenn er nicht richtig bzw. störungsfrei funktioniert, nachdem er fallengelassen oder beschädigt wurde oder mit Wasser in Kontakt gekommen ist. Nähcomputer in diesen Fällen zur Überprüfung, Reparatur sowie elektrischen und/oder mechanischen Justierung in eine Fachwerkstatt bringen.
  4. Betreiben Sie die Maschine niemals mit blockierten Belüftungsöffnungen. Halten Sie die Belüftungsöffnungen der Maschine sowie das Fußpedal frei von Fusseln, Staub und Stoffabfällen.
  5. Finger von allen beweglichen Teilen fernhalten. Besondere Vorsicht ist im Bereich der Nähnadel geboten.
  6. Immer eine korrekte, zum Nähcomputer gehörende Stichplatte benutzen. Eine falsche Stichplatte kann zu Nadelbruch führen.
  7. Keine krummen Nadeln verwenden.
  8. Stoff beim Nähen weder ziehen noch stoßen. Das kann die Nadel so weit biegen, dass sie bricht.
  9. Nähcomputer ausschalten (Hauptschalter auf „O" stellen), wenn im Nadelbereich Tätigkeiten ausgeführt werden, zum Beispiel Einfädeln, Nadel wechseln, Greiferspule einsetzen oder Nähfuß wechseln und dergleichen.
  10. Nähcomputer immer ausstecken (vom Stromnetz trennen), wenn Unterhaltsarbeiten wie in der Bedienungsanleitung beschrieben vorgenommen werden, zum Beispiel wenn Abdeckungen entfernt werden, beim Ölen oder Glühbirne wechseln usw.
  11. Keine Gegenstände in Öffnungen am Nähcomputer stecken oder hineinfallen lassen.
  12. Nähcomputer nicht im Freien benutzen.
  13. Nähcomputer nicht benutzen, wo Treibgasprodukte (Sprays) oder Sauerstoff verwendet werden.
  14. Zum Ausschalten alle Schalter auf „O" stellen und Netzstecker herausziehen.
  15. Kabel am Stecker herausziehen, nicht am Kabel ziehen. Beim Ausstecken immer am Stecker ziehen, nie am Kabel.
  16. Der Schalldruckpegel unter normalen Betriebsbedingungen beträgt 75 dB(A).
  17. Schalten Sie den Nähcomputer aus oder ziehen Sie den Stecker, wenn der Nähcomputer nicht ordnungsgemäß funktioniert.
  18. Platzieren Sie keine Gegenstände auf dem Fußanlasser.
  19. Dieses Gerät ist nicht für die Verwendung durch Personen (einschließlich Kinder) mit reduzierten körperlichen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder fehlender Erfahrung und Kenntnis vorgesehen, es sei denn, sie werden beim Gebrauch des Geräts von einer für ihre Sicherheit verantwortlichen Person beaufsichtigt oder angeleitet.
  20. Kinder sind zu beaufsichtigen, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
  21. Ziehen Sie immer den Stecker aus der Steckdose, wenn Sie die Maschine unbeaufsichtigt lassen, um Verletzungen durch versehentliches Einschalten zu vermeiden.
  22. Benutzen Sie die Maschine nicht in feuchtem Zustand oder feuchter Umgebung.
  23. Ihr Nähcomputer ist mit einer LED-Leuchte ausgestattet. Wenn die LED-Beleuchtung beschädigt ist, muss sie durch den Hersteller oder seinen Kundendienst ersetzt werden, um Gefährdungen zu vermeiden.
  24. Die Nähmaschine darf nur mit dem Fußpedal vom Typ C-9000 benutzt werden.
  25. Bewahren Sie die Gebrauchsanweisung an einem geeigneten Ort in der Nähe des Gerätes auf. Händigen Sie die Gebrauchsanleitung bei der Weitergabe des Gerätes an Dritte ebenfalls mit aus.

Sicherheitshinweise sorgfältig aufbewahren. Dieser Nähcomputer ist nur für den Gebrauch im Haushalt bestimmt.

Wichtige Sicherheitshinweise – Gefahr und Warnung
Originalseite I
Fortsetzung der Sicherheitshinweise für den Nähcomputer
Originalseite II

Übersicht der wichtigsten Teile

Machen Sie sich vor dem ersten Nähen mit den wichtigsten Bedienelementen Ihrer CARINA Professional H40A vertraut:

  • Geschwindigkeitsregler
  • Nadelstopp oben/unten
  • Automatisches Vernähen
  • Rücktransport
  • Ein/Aus-Knopf
  • Fadenabschneider
  • Knopflochhebel
  • Automatischer Nadeleinfädler
  • Spulenabdeckung
  • Anschiebetisch und Zubehörbox
  • Fadenspanndrehknopf
  • Greiferspulvorrichtung
  • LCD-Anzeige
  • Einstelltaste für die Stichlänge
  • Einstelltaste für die Stichbreite
  • Programmiertasten, Stichwahlknöpfe und Funktionstasten
  • Ausziehbare Kurzanleitung
  • Horizontaler Garnrollenhalter, Öffnung für zweiten Garnrollenstift
  • Unterfadenspulführung und Oberfadenführung
  • Handrad, Griff und Nähfusslifter
  • Hauptschalter, Netzkabel und Anschluss für Fußanlasser
  • Transporteur
Beschriftete Darstellung der wichtigsten Teile des Nähcomputers
Originalseite 1

Zubehör

Basiszubehör:

  • Universalfuß (T)
  • Reißverschlussfuß (I)
  • Knopflochfuß (D)
  • Kantenumnähfuß (E)
  • Blindstichfuß (F)
  • Raupennahtfuß (A)
  • Knopfannähfuß (H)
  • Greiferspulen (3x)
  • Garnrollenhalter (groß)
  • Garnrollenhalter (klein)
  • Filzkissen
  • Zweiter Garnrollenstift
  • Schraubenzieher (groß und klein, L & S)
  • Kantenlineal
  • Reinigungspinsel, Pfeiltrenner
  • Paket Nadeln (3x)
  • L-Schraubenzieher

Optionales Zubehör: Säumer (K), Schnuraufnähfuß (M), Quiltfuß (P), Stopf-/Stickfuß, Kräusler, Obertransportfuß, Zwillingsnadel, Abdeckung und Tischverlängerung.

Übersicht des mitgelieferten und optionalen Zubehörs
Originalseite 2

Nähcomputer ans Stromnetz anschließen

Achtung: Immer sicherstellen, dass die Maschine vom Stromnetz getrennt und der Hauptschalter auf „O" ist, wenn sie nicht im Gebrauch ist und bevor Sie Einzelteile einlegen oder entfernen.

Vor Anschluss des Nähcomputers ans Stromnetz zuerst sicherstellen, dass Spannung (Volt) und Frequenz mit Spannung und Frequenz des Stromnetzes übereinstimmen. Nähcomputer auf stabilen Tisch stellen.

  1. Stecker (2 Eingänge) des Netzanschlusskabels in die Netzanschlussbuchse am Nähcomputer stecken.
  2. Netzkabelstecker am Stromnetz anschließen.
  3. Hauptschalter auf „ON" (EIN) stellen.
  4. Das Nählicht beginnt zu leuchten, sobald der Nähcomputer eingeschaltet wird.

Zum Ausschalten Hauptschalter auf „OFF" (AUS bzw. „O") stellen und Netzstecker herausziehen.

Anschluss des Nähcomputers ans Stromnetz sowie Ein-/Aus-Schalter
Originalseite 3

Anfangen zu nähen

Ein/Aus-Knopf: Die Maschine fängt an zu laufen, wenn der Ein/Aus-Knopf gedrückt ist, und stoppt, wenn Sie ihn noch einmal drücken. Die Maschine rotiert am Anfang des Nähens ein bisschen langsamer.

Geschwindigkeitsregler: Der Geschwindigkeitseinstellhebel kann die Nähgeschwindigkeit regulieren. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, schieben Sie den Hebel nach rechts; um sie zu bremsen, dann nach links.

Fußanlasser: Fußanlasser bei ausgeschaltetem Nähcomputer anschließen. Stecker in die dafür vorgesehene Anschlussbuchse am Nähcomputer einstecken. Nähcomputer einschalten, dann langsam auf den Fußanlasser drücken, um zu nähen. Fußanlasser loslassen, damit der Nähcomputer anhält.

Achtung: Falls Unsicherheiten bestehen betreffend Anschluss des Nähcomputers ans Stromnetz, bitte qualifizierten Elektriker fragen. Nähcomputer bei Nichtgebrauch ausstecken.

Ein-/Aus-Knopf, Geschwindigkeitsregler und Fußanlasser
Originalseite 4

Nähfuß auswechseln

Achtung: Hauptschalter ausschalten (auf OFF bzw. „O" stellen) vor dem Ausführen der genannten Arbeiten!

Nähfußhalter anbringen: Nähfußstange hochstellen (a). Nähfusshalter (b) wie abgebildet anbringen.

Nähfuß einsetzen: Nähfusshalter (b) senken, bis die Aussparung (c) direkt über dem Stift (d) liegt. Befestigungshebel (e) nach oben drücken. Nähfusshalter (b) senken und der Nähfuß (f) rastet automatisch ein.

Nähfuß entfernen: Nähfuß hochstellen. Befestigungshebel (e) nach oben drücken und der Nähfuß löst sich.

Kantenlineal anbringen: Kantenlineal (g) wie abgebildet durch die Öffnung schieben. Je nach gewünschter Breite des Saums, der Falten usw. einstellen.

Nähfuß auswechseln, einsetzen, entfernen und Kantenlineal anbringen
Originalseite 5

Nähfußtabelle

Die folgende Übersicht zeigt, welcher Nähfuß sich für welche Anwendung eignet:

Nähfuß Anwendung
Universalfuß (T) Allgemeines Nähen, Patchwork, Dekorstiche, Smoken, Fagotten usw.
Reißverschlussfuß (I) Reißverschluss einnähen
Knopflochfuß (D) Knopfloch
Knopfannähfuß (H) Knöpfe annähen
Blindstichfuß (F) Blindsaum
Kantenumnähfuß (E) Kanten umnähen
Raupennahtfuß (A) Raupennaht
Schnuraufnähfuß (M, optional) Schnuraufnähen
Säumer (K, optional) Schmalsäumen
Stopf-/Stickfuß (optional) Stopfen, Freihandsticken, Monogramme
Quiltfuß (P, optional) Quilten
Kräusler (optional) Kräuseln
Obertransportfuß (optional) Für regelmäßigen Stofftransport auf schwierigen Stoffen

Hinweis: Die Zwillingsnadel ist optional und nicht im Lieferumfang enthalten. Wenn Sie mit der Zwillingsnadel nähen, sollte die Stichbreite weniger als „5.0" sein.

Nähfußtabelle mit Anwendungen und passenden Nadeln
Originalseite 6

Nadel wechseln

Achtung: Hauptschalter ausschalten (auf OFF bzw. „O" stellen) vor dem Ausführen der folgenden Arbeiten.

Nadel regelmäßig wechseln, vor allem wenn sie abgenutzt ist und Probleme verursacht. Nadel wie auf den folgenden Abbildungen gezeigt einsetzen.

  1. Schraube an der Nadelstange lösen und nach dem Einsetzen einer neuen Nadel wieder anziehen. Die flache Kolbenseite kommt nach hinten.
  2. Nadel so weit wie möglich nach oben schieben.

Nur einwandfreie Nadeln benutzen. Probleme können auftreten bei der Verwendung von krummen Nadeln, stumpfen Nadeln oder beschädigten Spitzen.

Nadel wechseln und Tabelle zu Nadel, Faden und Stoff
Originalseite 7

Passende Nadel, Faden und Stoff wählen

Tabelle zur Übereinstimmung von Nadel, Faden und Stoff:

Nadelstärke Stoff Faden
9–11 (70–80) Feine Stoffe, dünne Baumwollstoffe, Voile, Serge, Seide, Mousseline, Qiana, Baumwollstrick, Tricot, Jersey, Crêpe, Polyesterwebstoffe, Hemden- und Blusenstoffe. Dünner Baumwollfaden, Nylon, Polyester- oder Baumwoll-Faden mit Polyesterkern.
11–14 (80–90) Mittelschwere Stoffe, Baumwolle, Satin, Nessel, Segeltuch, Doppelstrick, leichte Wollstoffe. Die meist verkauften Fäden sind von mittlerer Stärke und für diese Stoffe und Nadelstärken geeignet. Polyesterfaden für synthetische und Mischmaterialien, Baumwollfaden für natürliche Gewebe. Als Ober- und Unterfaden generell den gleichen Faden nehmen.
14 (90) Mittelschwere Stoffe, Baumwollsegeltuch, Wollstoffe, dickere Strickstoffe, Frotté, Jeans.
16 (100) Schwere Stoffe: Canvas, Wollstoffe, Zeltstoffe und Quilts, Jeans, Polstermaterial (leicht bis mittelschwer).
18 (110) Dicke Wollstoffe, Mantelstoffe, Polsterstoffe, einige Leder- und Vinylarten. Starken Faden, Teppichfaden.

Hinweise: In der Regel dünne Fäden und Nadeln für dünne Gewebe und dicke Fäden und Nadeln für dicke Gewebe. Immer Faden und Nadel auf einem kleinen Stück Gewebe probieren bzw. testen, das beim Nähen gebraucht wird. Den gleichen Faden für Nadel und Garnrolle benutzen.

Greiferspule füllen

Das Wickeln der Garnrolle:

  1. Faden und Fadenspulenhalter auf den Garnrollenstift setzen. Bei kleinen Fadenspulen den Spulenhalter mit der schmalen Seite gegen die Fadenspule setzen oder den kleinen Spulenhalter nehmen.
  2. Faden in die Fadenführung einklinken (neben dem Faden- bzw. Gewindeführungsdeckel).
  3. Führen Sie den Faden im Gegenuhrzeigersinn um die Fadenspannungsführung.
  4. Faden wie illustriert in die Garnrolle einfädeln und auf der Spindel platzieren.
  5. Garnrolle nach rechts drücken.
  6. Halten Sie das Fadenende mit der Hand fest.
  7. Drücken Sie den Ein/Aus-Knopf oder die Fußsteuerung.
  8. Sobald die Garnrolle nach einigen Umdrehungen gewickelt ist, halten Sie die Maschine und schneiden den Faden in der Nähe des Lochs der Garnrolle ab. Stellen Sie dann die Geschwindigkeit auf maximalen Wert ein und wickeln die Garnrolle weiter, bis sie voll ist. Der Motor stoppt automatisch, sobald die Garnrolle voll ist.
  9. Stoppen Sie die Maschine, schneiden Sie den Faden ab und entfernen Sie die Garnrolle.

Hinweis: Solange der Schalter des Garnrollenspulers auf linker Position steht („Garnrolle Wickelposition"), näht die Maschine nicht und dreht das Handrad auch nicht. Um mit dem Nähen anzufangen, muss der Schalter auf die rechte Position („Nähposition") gestellt werden.

Greiferspule füllen – Wickeln der Garnrolle, Schritte 1 bis 5
Originalseite 8
Greiferspule füllen – Schritte 6 bis 9 und Wickelposition
Originalseite 9

Greiferspule einsetzen

Achtung: Nähcomputer vor dem Einsetzen oder Herausnehmen der Greiferspule ausschalten (Hauptschalter auf OFF bzw. „O" stellen).

Zum Einsetzen oder Herausnehmen der Greiferspule muss die Nadel ganz oben sein.

  1. Spule so in die Spulenkapsel einsetzen, dass sich die Spule im Gegenuhrzeigersinn dreht (Pfeilrichtung).
  2. Faden durch Schlitz (A) ziehen.
  3. Die Spule mit einer Hand leicht festhalten und mit der anderen Hand den Faden entlang der Pfeilmarkierungen von (A) nach (B) führen.
  4. Ziehen Sie dann den Faden entlang der Pfeilmarkierungen von (B) nach (C). Um das Reststück des Fadens abzutrennen, ziehen Sie den Faden bei (C) über die Klinge. Abdeckung wieder einsetzen.
Greiferspule in die Spulenkapsel einsetzen und Faden führen
Originalseite 10

Oberfaden einfädeln

Hinweis: Es ist wichtig, richtig einzufädeln, damit nicht so viele Probleme bei der Näharbeit auftreten können.

Nadel zuerst ganz hochstellen und den Nähfuß heben, damit sich die Fadenspannung löst.

  1. Garnrollenstift anheben. Garnrolle so auf den Garnrollenstift setzen, dass der Faden vorn abspult, und die Fadenablaufscheibe unten am Garnrollenstift platzieren.
  2. Faden ab Garnrolle durch die obere Fadenführung ziehen.
  3. Faden um die Fadenführung legen und durch die Vorspannfeder ziehen, wie abgebildet.
  4. Faden weiter durch die Fadenspannung zwischen den silberfarbenen Scheiben durchführen.
  5. Dann nach unten und um den Kontrollfedernhalter.
  6. Oben angelangt, Faden von rechts nach links durchs Führungsöhr am Fadenhebel und wieder nach unten führen.
  7. Faden hinter der flachen horizontalen Fadenführung durchführen. Faden durch den Seilkrängel führen.
  8. Fadenende durch die Nadel von vorne nach hinten ziehen und ca. 10 cm Faden ausziehen, um die Nadel einzufädeln; Einfädler benutzen.
Oberfaden einfädeln – Fadenweg 1 bis 8
Originalseite 11
Oberfaden einfädeln – Detailschritte 3 bis 8
Originalseite 12

Einfädler

Achtung: Nähcomputer ausschalten (Hauptschalter auf OFF bzw. „O" stellen).

Nadel ganz hochstellen. Nähfuß senken.

  1. Hebel des Einfädlers langsam senken und Faden durch die Fadenführung wie abgebildet durchführen, dann nach rechts ziehen.
  2. Der Einfädler dreht sich automatisch in Einfädelposition und das Häkchen fährt durchs Nadelöhr.
  3. Faden vor der Nadel holen.
  4. Faden locker halten und Hebel langsam loslassen. Das Häkchen dreht sich, zieht den Faden durchs Nadelöhr und formt dabei eine Schlinge. Faden ganz durchs Öhr ziehen.
Automatischer Nadeleinfädler in vier Schritten
Originalseite 13

Fadenspannung

  • Grundeinstellung Fadenspannung: „AUTO".
  • Um die Spannung zu erhöhen, Rad auf die nächst höhere Zahl drehen.
  • Um die Spannung zu reduzieren, Rad auf die nächst tiefere Zahl drehen. Es ist wichtig, beim Nähen mit der richtigen Fadenspannung zu arbeiten.
  • Die Spannung muss je nach Stichart, Faden und Stoff angepasst werden.
  • 90 % aller Näharbeiten können mit einer Spannung zwischen „3" und „5" ausgeführt werden („AUTO" ist die Grundeinstellung).
  • Bei allen dekorativen Näharbeiten wird das Stichbild schöner und der Stoff fältelt weniger, wenn der Oberfaden leicht auf die linke Stoffseite gezogen wird.

Normale Fadenspannung zum Geradstichnähen: Der Verknotungspunkt von Ober- und Unterfaden liegt in der Mitte des Stoffes.

Zu lockere Fadenspannung: Rad auf höhere Zahl stellen. Zu starke Fadenspannung: Rad auf tiefere Zahl stellen. Für Zickzack und Dekorstiche gilt eine eigene normale Fadenspannung.

Fadenspannung – Beispiele für normale, lockere und starke Spannung
Originalseite 14

Unterfaden heraufholen & Faden abschneiden

Unterfaden heraufholen: Oberfaden mit der linken Hand festhalten. Handrad gegen sich (im Gegenuhrzeigersinn) drehen, die Nadel senkt sich und hebt sich wieder. Sorgfältig am Oberfaden ziehen und den Unterfaden durchs Stichloch in der Stichplatte mitheraufziehen. Der Unterfaden kommt als Schlinge hervor. Beide Fadenenden nach hinten unter den Nähfuß ziehen.

Faden abschneiden: Nähfuß hochstellen. Stoff entfernen und die Fäden nach links zum Ständerkopf ziehen und am Fadenabschneider abschneiden. Die Fadenenden sind in der richtigen Länge für die nächste Naht abgeschnitten.

Unterfaden heraufholen und Faden am Fadenabschneider abschneiden
Originalseite 15

Nähfussanhebung & Transporteur

2-Stufen-Nähfussanhebung: Mit dem Nähfusslifter wird der Nähfuß gesenkt und hochgestellt. Beim Nähen von dicken Lagen kann der Nähfuß um eine Stufe höher gestellt werden und erleichtert damit das Positionieren des Nähguts.

Transporteur heben und senken: Bei abgenommenem Anschiebetisch ist der Transporteurverstellhebel am Sockel auf der Rückseite sichtbar. Hebel nach „▼▼" (b) schieben und der Transporteur senkt sich, zum Beispiel zum Knöpfe annähen. Hebel wieder nach „▲▲" (a) schieben und der Transporteur ist wieder hochgestellt und bereit zum normalen Nähen.

Der Transporteur wird nicht hochgestellt, wenn das Handrad nicht gedreht wird, auch wenn der Hebel nach links geschoben wurde. Handrad einmal ganz umdrehen, um den Transporteur zu heben.

2-Stufen-Nähfussanhebung und Transporteur heben und senken
Originalseite 16

Knöpfe der Maschine

Bedienknöpfe (siehe Bedienknöpfe):

  1. Ein/Aus-Knopf: Drücken Sie den Knopf, um die Maschine ein- oder auszuschalten.
  2. Rücktransport: Den Knopf gedrückt halten, um rückwärts oder mit Gewebemasche einen Verstärkungsstich mit niedriger Geschwindigkeit zu nähen.
  3. Automatisches Vernähen: Den Knopf gedrückt halten, um die Locking-Stiche sofort oder am Ende des momentanen Musters zu nähen; dann stoppt die Maschine automatisch.
  4. Nadelstopp oben/unten: Den Knopf drücken, um die Nadel aufwärts oder abwärts zu bewegen.
  5. Geschwindigkeitsregler: Der Geschwindigkeitseinstellhebel kann die Nähgeschwindigkeit regulieren.

Speichertasten (siehe Speichern):

  1. Speichertaste: Um das erzeugte Muster oder die Musterkombination aufzunehmen bzw. zu speichern, drücken Sie die Taste.
  2. Pfeiltasten: Drücken Sie die MEM-Tasten, bis die eigentliche Stichnummer erscheint.
  3. Löschtaste: Falls ein falsches Muster gewählt oder abgespeichert wurde, kann man es mit dieser Taste löschen.

Funktionstasten:

  1. Einstelltaste für die Stichlänge: Diese Taste drücken, um die Länge des Stiches einzustellen.
  2. Einstelltaste für die Stichbreite: Diese Taste drücken, um die Breite des Zickzackstiches einzustellen.
  3. Moduswahltaste: Drücken Sie diese Taste, um in den Direkt-Modus, den allgemeinen und dekorativen Mustermodus und den Blockbuchstabenmodus zu gelangen.
  4. Spiegeln: Die Taste drücken, um ein Abspiegelungsmodell zu nähen.

Wahltaste:

  1. Direkte Rasterwahl und Nummertaste: Schneller Zugang zum direkten Muster, oder drücken Sie die Nummertaste des dazugehörigen Musters, um ein gewünschtes Muster zu wählen.
Beschriftete Übersicht der Knöpfe der Maschine
Originalseite 17
Speicher-, Funktions- und Wahltasten der Maschine
Originalseite 18

LCD-Anzeige

Die LCD-Anzeige zeigt je nach Betriebsart unterschiedliche Informationen an:

Direkt-Muster: angezeigt werden u.a. Stichmusternummer, Direkt-Modus, Nadelstopp oben, Auto-Sperre, Rückwärtsnähen, Spiegeln, Knopflochhebel, Spulen, Nadelposition und Stichbreite.

Stichübersicht: angezeigt werden Stichmusternummer, Normalmodus, Nähfuß, Nadelstopp unten, Auto-Stopp, Rückwärtsnähen, Spiegeln, Stichbreite, Stichlänge, Speicher sowie Nummer der momentanen Einheiten und Gesamteinheiten.

Speichern: angezeigt werden Stichmusternummer, Alphabetmodus, Nähfuß, Auto-Stopp, Nadelstopp oben, Stichbreite, Stichlänge, Speicher sowie Nummer der momentanen Einheiten und Gesamteinheiten.

LCD-Anzeige in den Modi Direkt-Muster, Stichübersicht und Speichern
Originalseite 19

Stichübersicht

Der grün markierte Teil der abgebildeten Sticharten bezeichnet einen Rapport jeder Stichart.

A. Richtungsmuster: Muster 1 bis 0.

B. Muster: Muster 00 bis 99 – Nutzstiche, Knopflochstiche, Ösenstich, Stopfstiche, Raupenstich, Satinstiche, Querstiche, Quiltstiche und Dekorstiche.

C. Das Alphabet: Ziffern 0–9, Großbuchstaben A–Z, Kleinbuchstaben a–z, Sonderzeichen und Satzzeichen.

Stichübersicht mit Richtungsmustern, Mustern und Alphabet
Originalseite 20

Bedienknöpfe

Ein/Aus-Taste: Die Maschine beginnt zu laufen, wenn die Ein/Aus-Taste gedrückt ist, und stoppt, wenn die Taste noch mal gedrückt wird. Die Maschine läuft langsam am Anfang des Nähens. Die Nähgeschwindigkeit kann mit dem Hebel des Geschwindigkeitsreglers eingestellt werden.

Rücktransportknopf: Für die Stichwahlknöpfe 1–5 und die Stiche 00–05: Drücken Sie den Rücktransportknopf, um rückwärts zu nähen. Ein Pfeil wird im Display angezeigt, wenn die Funktion aktiv ist. Wenn Sie den Rücktransportknopf gedrückt halten, näht die Maschine rückwärts, bis Sie ihn wieder loslassen. Wenn Sie den Rücktransportknopf drücken und gleich wieder loslassen, bevor Sie anfangen zu nähen, näht die Maschine permanent rückwärts. Wenn Sie dann den Knopf erneut drücken, näht die Maschine wieder vorwärts. Die längste Rückwärts-Stichlänge beträgt 3 mm. Für die Stichwahlknöpfe 6–7 und die Stiche 06–14, 26–99: Wenn Sie den Rücktransportknopf betätigen, näht die Maschine einen Verstärkungsstich bei reduzierter Geschwindigkeit.

Automatisches Vernähen: Für die Stichwahlknöpfe 1–4 und die Stiche 00–04: Wenn die Auto-Lock-Taste gedrückt ist, näht die Maschine sofort automatisch 3 Sicherungsstiche (Vernäh-Stiche) und stoppt dann automatisch. In der LCD-Anzeige erscheint das entsprechende Symbol, bis die Maschine stoppt.

Hinweis: In der LCD-Anzeige erscheint das Auto-Lock-Symbol, wenn die Stichwahlknöpfe 1–4 und die Stiche 00–04 gewählt sind. Drücken Sie den Auto-Lock-Knopf und die Funktion wird gelöscht. Wenn Sie diese Taste erneut drücken, holen Sie die Funktion zurück.

Für die Stichwahlknöpfe 5–7 und die Stiche 05–14, 26–99: Wenn Sie die Auto-Lock-Taste drücken, näht die Maschine 3 Sicherungsstiche (Vernäh-Stiche) am Ende des eingestellten Stiches und stoppt dann automatisch. Die Funktion wird gelöscht, wenn Sie den Knopf erneut drücken oder einen anderen Stich auswählen.

Nadelstopp oben/unten: Mit der Nadelstopp-oben/unten-Taste können Sie bestimmen, ob die Nadel in der oberen Position oder im Stoff stoppt, wenn Sie das Nähen beenden. Drücken Sie die Taste, bis der Pfeil auf dem LCD-Schirm nach oben zeigt, und die Nadel stoppt in der höchsten Position. Drücken Sie die Taste so, dass der Pfeil nach unten zeigt, und die Nadel stoppt in der untersten Position.

Bitte beachten: Während des Nähens ist diese Taste außer Funktion. Die Nadel-hoch/runter-Positionstaste stoppt nur die Maschine.

Bedienknöpfe – Ein/Aus-Taste und Rücktransportknopf
Originalseite 21
Bedienknöpfe – Automatisches Vernähen und Nadelstopp oben/unten
Originalseite 22

Speichertasten

Speichertaste (M): Drücken Sie die M-Taste, um in den Speichermodus zu gelangen und die Kombination der Buchstaben oder dekorativen Stiche zu speichern. Drücken Sie die M-Taste, um den Speichermodus zu verlassen und in den Direkt-Modus zurückzukehren.

Bitte beachten: Im Direkt-Modus können Muster und Knopflöcher nicht gespeichert werden.

Löschtaste (C): Drücken Sie diese Taste, falls ein falscher Buchstabe ausgewählt ist. Jeder Druck auf diese Taste löscht einen Buchstaben. Sie können auch ein zusätzliches Muster löschen, wenn Sie eine Kombination aus Mustern und Buchstaben nähen.

Pfeiltaste: Benutzen Sie die Pfeiltasten (MEM), um das Muster auszusuchen, das im Speichermodus gespeichert werden soll.

Speichertasten – Speichertaste, Löschtaste und Pfeiltasten
Originalseite 23

Funktionstasten

Stichbreiten-Einstellung: Bei Auswahl einer Stichart wird die empfohlene Stichbreite automatisch eingestellt und auf der LCD-Anzeige mit Zahlen angezeigt. Die Stichbreite kann durch Drücken der Stichbreitenverstelltaste eingestellt werden. Bestimmte Stiche haben eine begrenzte Stichbreite. Taste „−" drücken, um die Stichbreite schmäler zu machen; Taste „+" drücken, um die Stichbreite breiter zu machen. Die Stichbreite kann von „0.0" bis „7.0" eingestellt werden.

Wenn die Muster 00–04 gewählt sind, wird die Nadelposition mit der Taste der Stichbreiten-Einstellung reguliert. Drücken Sie die linke Taste, so bewegt sich die Nadel nach links, die rechte Taste nach rechts. Die Nummer von der linken Position „0.0" bis ganz rechts „7.0" ändert sich. Die voreingestellte mittlere Nadelposition ist „3.5".

Stichlängen-Einstellung: Bei Auswahl einer Stichart wird die empfohlene Stichlänge automatisch eingestellt und auf der LCD-Anzeige mit Zahlen angezeigt. Die Stichlänge kann durch Drücken der Stichlängenverstelltaste eingestellt werden. Taste „−" drücken, um die Stichlänge zu verkürzen; Taste „+" drücken, um die Stichlänge zu verlängern. Die Stichlänge kann von „0.0" bis „4.5" eingestellt werden. Einige Sticharten haben begrenzte Längen.

Spiegeln: Wenn Sie die Maschine „AN" schalten, erscheint auf dem LCD-Schirm der Direkt-Modus. Durch Drücken der Moduswahltaste erscheint der Patterns-Modus; drücken Sie die Funktionstaste erneut, erscheint der Alphabet-Modus. Nach dem dritten Drücken erscheint wieder der Direkt-Modus. Direkt-Modus: Stichauswahl direkt. Patterns (allgemeiner und dekorativer Mustermodus): Stichauswahl über die Nummertasten. Alphabet (Blockbuchstabenmodus): Buchstabenauswahl über die Nummertasten.

Spiegeltaste (siehe Spiegeln/Mirror): Die Muster 00–14 und 26–99 können gespiegelt werden. Durch Drücken der Spiegeltaste wird ein Abbild des ausgewählten Stiches genäht. Der LCD zeigt die Spiegelfunktion und die Maschine näht gespiegelte Muster, bis die Spiegelfunktion erneut gedrückt wird, um sie zu beenden. Sobald die Spiegelfunktion auf dem LCD-Schirm nicht mehr erscheint, näht die Maschine den normalen Stich. Falls Sie die Mustereinstellungen ändern, wird die Spiegelfunktion ebenfalls beendet. Falls Sie das gespiegelte Muster benötigen, drücken Sie die Spiegeltaste erneut.

Funktionstasten – Stichbreiten-Einstellung und Nadelposition
Originalseite 24
Funktionstasten – Stichlängen-Einstellung und Spiegeln
Originalseite 25
Funktionstasten – Spiegeltaste und Tastenfeld
Originalseite 26

Wahltaste

Direkte Musterwahl: Die Tasten drücken, um die verschiedenen Funktionsmuster zu wählen, die neben der Nummertaste angezeigt sind, wenn der Modus auf „Direkt" eingestellt ist.

Nummertasten: Drücken Sie die Nummertasten, um das gewünschte Muster auszuwählen. Außer im Direkt-Modus können die anderen Muster durch Drücken der gewünschten Nummern ausgewählt werden. Zum Beispiel: Muster 32.

Wahltaste – Direkte Musterwahl und Nummertasten
Originalseite 27

Nützliche Anwendungen

Ecken nähen:

  1. Bei Erreichen einer Ecke anhalten.
  2. Nadel in das Gewebe senken, entweder manuell oder durch Drücken des Knopfs von Nadel aufwärts/abwärts einmal.
  3. Nähfuß hochstellen.
  4. Mit der Nadel als Angelpunkt Stoff drehen.
  5. Nähfuß senken und weiternähen.

Rückwärts nähen: Rückwärtsnähen wird zum Vernähen zu Nähbeginn und -ende benutzt. Rücktransportknopf drücken und 4 bis 5 Stiche nähen. Wird der Knopf wieder losgelassen, näht der Nähcomputer wieder vorwärts.

Freiarm: Freiarmnähen ist praktisch beim Nähen von Röhrenware wie Hosensäume und Ärmel.

Tischverlängerung installieren: Der Tischverlängerung ist optionales Zubehör und nicht im Lieferumfang enthalten. Ziehen Sie den Anschiebetisch (Zubehörbox) nach links, um ihn von der Maschine zu entfernen (1). Ziehen Sie die Füße der Tischverlängerung entsprechend den Pfeilen im Bild aus (2). Lassen Sie die Tischverlängerung (A) in die Maschine (B) einrasten (3). Die Tischverlängerung kann beim Drehen des Stoffes während des Nähens hilfreich sein.

Auf dicken Stoffen nähen: Der schwarze Knopf auf der rechten Seite am Nähfuß blockiert den Nähfuß horizontal, wenn er vor dem Senken des Nähfusses hineingedrückt wird. Damit wird gleichmäßiger Transport von Beginn einer Naht weg und auch beim Nähen über mehrere Stofflagen (Nähte, Jeanssäume usw.) sichergestellt. Bei Erreichen einer dicken Stelle Nadel senken und Nähfuß heben. Fußzehe herunterdrücken und schwarzen Knopf hineindrücken, dann den Fuß senken und weiternähen. Der schwarze Knopf löst sich nach ein paar Stichen wieder automatisch. Es kann auch ein weiteres dickes Stoffstück hinter die Naht gelegt werden. Oder den Nähfuß stützen und von Hand Richtung Bruchfalte transportieren.

Nützliche Anwendungen – Ecken nähen, Rückwärts nähen und Freiarm
Originalseite 28
Tischverlängerung installieren und auf dicken Stoffen nähen
Originalseite 29

Geradstiche und Nadelposition

Sticharten 00–04.

Nadelposition ändern: Diese Einstellungen können nur auf die Muster 00–04 angewendet werden. Die Sticharten sind auf Nadelposition „3.5" voreingestellt. Durch Drücken der Taste „−" wird die Nadelposition nach links verschoben. Durch Drücken der Taste „+" wird die Nadelposition nach rechts verschoben. Auf der LCD-Anzeige wird die Nadelposition durch Punkt und Zahl angezeigt.

Stichlänge ändern: Taste „−" drücken, um die Stichlänge zu verkürzen; Taste „+" drücken, um die Stichlänge zu verlängern. Allgemein gesagt: Je dicker das Gewebe, der Faden und die Nadel ist, desto länger muss der Stich sein.

Geradstiche, Nadelposition ändern und Zickzackstiche
Originalseite 30

Zickzackstiche

Sticharten 05–07.

Stichbreite einstellen: Die maximale Stichbreite für Zickzackstiche beträgt „7.0". Die Stichbreite kann jedoch für alle Sticharten schmäler eingestellt werden. Stichbreite durch Drücken der Zickzacktaste „+" verbreitern (von „0.0" bis „7.0").

Stichlänge einstellen: Die Stichdichte von Zickzackstichen nimmt zu, je näher die Stichlänge zu „0.3" eingestellt wird. Schöne Zickzackstichbildungen erreicht man mit einer Stichlänge im Bereich von „1.0 bis 2.5". Ganz dichten Zickzack (eng nebeneinander) nennt man Raupennaht.

Stretchstich

Sticharten 02, 03, 07.

Für elastische und strapazierfähige Nähte, die sich mit dem Stoff dehnen, ohne zu reißen. Ideal für elastische Stoffe und Maschenware. Auch gut für strapazierfähige Nähte auf festen Stoffen wie Jeans geeignet. Diese Stiche können auch sehr gut als dekorativer Kantenabschluss verwendet werden.

Der Stretchgeradstich wird auch zur dreifachen Verstärkung von elastischen und strapazierten Nähten verwendet. Der Dreifachzickzackstretch ist für feste Stoffe wie Jeans, Poplin, Segeltuch usw. geeignet.

Stretchgeradstich und Dreifachzickzackstretch
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Kantenumnähstiche

Kantenumnähfuß: Kantenumnähfuß einsetzen. Stoffkante beim Nähen an die Führung am Fuß anstoßen lassen. Sticharten 05 und 08, Stichbreite 5.0–7.0, Stichlänge 2.0–3.0.

Achtung: Den Kantenumnähfuß nur für die Sticharten 05 und 08 benutzen und dabei die Stichbreite breiter als „5.0" einstellen. Bei Verwendung von anderen Sticharten und Stichbreiten als den empfohlenen kann es sein, dass die Nadel auf den Nähfuß aufschlägt und bricht.

Universalnähfuß: Universalnähfuß einsetzen. Beim Kantennähen den Nähfuß so auf der Stoffkante platzieren, dass die rechten Nadeleinstiche knapp über die Kante hinaus ins Leere gehen. Sticharten 06 und 09, Stichbreite 2.5–4.5, Stichlänge 2.0–3.0.

Kantenumnähstiche mit Kantenumnähfuß und Universalnähfuß
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Blindsaum und Lingeriestiche

Stichart 10: Blindsaum und Lingeriestiche auf festen Stoffen. Stichart 11: Blindsaum auf Stretch-Stoffen. Stichbreite 2.5–4.0, Stichlänge 1.0–2.0.

Hinweis: Für Blindsäume benötigt man etwas Übung. Immer zuerst eine Nähprobe nähen.

Stoff wie abgebildet falten, so dass die Stoffvorderseite oben liegt. Stoff unter den Nähfuß legen. Handrad von Hand vorwärts drehen, bis die Nadel ganz nach links schwingt. Die Nadel sollte den Stoffbruch nur knapp fassen. Wird der Stoffbruch nicht gefasst, Stichbreite entsprechend korrigieren. Führung (b) durch Drehen am Knopf (a) so einstellen, dass der Stoffbruch anstößt. Langsam nähen und den Stoff sorgfältig der Führung entlang laufen lassen. Stoff umdrehen.

Blindsaum und Lingeriestiche mit Blindstichfuß
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Knöpfe annähen

Stichart 05, Stichbreite 2.5–4.5.

Knopfannähfuß einsetzen. Hebel zum Senken bzw. Heben des Transporteurs auf „▼▼" (b) stellen, um den Transporteur zu senken. (Hinweis: Die Stichlänge kann nicht verstellt werden, solange der Transporteur versenkt ist.)

Nähgut unter den Nähfuß legen. Knopf auf die gewünschte Stelle legen und Nähfuß senken. Zickzackstich wählen. Stichbreite auf „2.5" bis „4.5" einstellen, dem Abstand zwischen den beiden Löchern im Knopf entsprechend. Handrad von Hand drehen zur Überprüfung, ob die Nadel tatsächlich schön ins linke und rechte Loch im Knopf geht.

Vor dem Nähen Auto-Lock-Knopf (automatisches Vernähen) drücken, damit automatisch Vernähstiche zu Nähbeginn und Nähende ausgeführt werden. Damit der Knopf einen „Stiel" oder „Hals" erhält, eine Stopfnadel auf den Knopf legen und nähen.

Bei Knöpfen mit 4 Löchern zuerst die vorderen zwei nähen, dann auf die anderen zwei verschieben und Vorgang wiederholen.

Knöpfe annähen mit gesenktem Transporteur und Knopfannähfuß
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Knopflöcher nähen

Die Knopflochstiche eignen sich für unterschiedliche Stoffe und Zwecke:

  • 15: Für leichte bis mittelschwere Stoffe.
  • 16: Für horizontale Knopflöcher an Blusen und Hemden aus leichtem bis mittelschwerem Stoff.
  • 17: Für Anzüge, Mäntel und Jacken.
  • 18: Für horizontale Knopflöcher von dicken Geweben.
  • 19: Für leichte bis mittelschwere Stoffe.
  • 20: Für Jeans oder dehnbares Gewebe einer groben Bindung.
  • 21: Für dehnbares Gewebe.

Hinweis: Vor dem Ausnähen des Knopflochs auf dem Nähgut zuerst eine Probe auf einem Stoffrest des gleichen Stoffs wie für das Nähgut verwendet nähen.

Standorte der Knopflöcher auf dem Stoff markieren. Die maximale Knopflochlänge beträgt 3 cm (insgesamt: Durchmesser + Dicke von Knopf). Bringen Sie die Knopflochbasis an, dann ziehen Sie die Knopfhalterplatte aus und bringen den Knopf ein. Die Größe des Knopfloches wird durch den in die Knopfplatte eingesteckten Knopf bestimmt. Der Faden sollte durch das Loch vom Fuß hindurchgezogen, dann unter seinem Fuß untergebracht werden.

Knopflochstich auswählen. Stichbreite und Stichlänge einstellen (je nach gewünschter Breite und Dichte). Stoff so unter den Nähfuß legen, dass die Mitte-Markierung auf dem Nähfuß mit der eingezeichneten Knopflochlinie übereinstimmt. Nähfuß senken.

Bitte beachten: Falls Sie irgendein Knopflochmuster auswählen, wird auf dem LCD-Schirm ein Symbol erscheinen, um Sie daran zu erinnern, den Nähfuß zu senken.

Oberfadenende leicht festhalten und zu nähen beginnen. Knopflöcher werden von der Vorderseite nach Hinterseite des Bügels genäht, wie gezeigt. Nähfuß hochstellen und Faden abschneiden. Um über das gleiche Knopfloch zu nähen, Nähfuß hochstellen (kehrt in die ursprüngliche Position zurück). Nach Beendigung Knopflochhebel heben, bis er hält. Knopfloch zwischen den Raupen auftrennen, ohne dabei die Stiche der beiden Raupennähte zu fassen und zu durchtrennen. Nadeln an den beiden Riegeln als Stopper setzen.

Hinweis: Stoff sachte mit den Händen führen. Vor Nähende werden automatisch nach Fertigstellung des Knopflochs einige Vernähstiche genäht.

Knopflöcher auf elastischen Stoffen: Bei Knopflöchern auf elastischen Stoffen mit Garneinlage arbeiten. Knopflochfuß einsetzen und Garneinlage hinten am Nähfuß einhaken und unter dem Nähfuß durchführen. Die beiden Fadenenden auf die Fussvorderseite bringen, in die Rillen einlegen und sie vorübergehend verknöpfen. Nähfuß senken und zu nähen beginnen. Stichbreite der Dicke des Beigarns anpassen. Nach Fertigstellung an den Enden des Beigarns sorgfältig ziehen, damit sie schön straff in den Raupen liegen, und die Fadenenden anschließend abschneiden.

Hinweis: Es wird empfohlen, die Stoffrückseite mit Vlies zu verstärken.

Knopflöcher nähen – Stichtypen und Vorbereitung
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Knopflöcher nähen – Stoff einlegen und Nähfuß senken
Originalseite 36
Knopflöcher nähen – Nährichtung und Auftrennen
Originalseite 37
Knopflöcher auf elastischen Stoffen mit Garneinlage
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Fadenführerstich

Stichart 22: Fadenführer zum Nähen wählen usw. Stichbreite 5.0, 6.0 oder 7.0.

Muster 22 wählen, um den Stich von Fadenführer zu bekommen. Den Nähfuß (A) anbringen. „+" oder „−" Stichbreite-Einstellungstaste drücken, um eine Größe des Fadenführers zu wählen. Größen des Fadenführers: A. Groß: 7,0 mm (1/4 inch). B. Mittel: 6,0 mm (15/64 inch). C. Klein: 5,0 mm (3/16 inch).

Nadel ins Gewebe am Anfang von Nähen senken, dann den Nähfußhebel senken. Sobald das Nähen fertig ist, macht die Maschine die Verstärkungsstiche automatisch und stoppt dann. Ein Loch im Mittelpunkt machen, mittels der Fadenführerstanze, die aber nicht mit der Maschine mitgeliefert ist.

Hinweis: Wenn dünner Faden verwendet wird, können die Nähte grob werden. Falls dies passiert, den Fadenführer zweimal übereinander nähen.

Fadenführerstich – Ösenstich in drei Größen
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Weiter zu Teil 2

Teil 2 dieser Anleitung behandelt nähtechniken, pflege & service sowie Störungsbehebung und häufige Fragen.

Passendes Zubehör: Ackermann-Garne · Nadeln · Zubehör

Diese Online-Anleitung ergänzt die Original-Bedienungsanleitung, sie ersetzt sie nicht.